Frank Noçon – der Bruder, der gern neben der Spur ist

Interview mit dem Bruder von René Noçon, der sich bei Voice of Germany heute durch die Battles boxt

Frank Noçon - Fotos: onm
Frank Noçon lächelt uns von seinem gewohnten Arbeitsplatz in Bad Eilsen aus zu – Exklusivfotos: onm

Da schaut man sich mal näher auf der Webseite von René Noçon um, dem gebürtigen Schaumburger, der bei „The Voice of Germany“ alle vier Couches von seiner Stimme überzeugte, und trifft auf Frank Noçon, seinen Bruder aus Bad Eilsen, der alles in Bewegung setzt, damit sein Brüderchen voll durchstarten kann. Denn „das hat er sich verdient – seine Zeit ist gekommen“, meint Frank.

René Noçon wird heute in den Battles bei The Voice of Germany um 20.15 Uhr bei Sat1 zu sehen sein, wo er gegen eine andere Sängerin bzw. einen anderen Sänger im Ring antreten wird. Wir sind natürlich weiterhin gespannt, ob er in der Aufzeichnung weiterkommen wird oder nicht, werden die Sendung heute mit Spannung verfolgen und ihm weiterhin dolle die Daumen drücken (siehe unser Vorbericht).

Während René schon um den Ausgang der Battles weiß, verliert man keine Minute, das Musikgeschäft der neuen Marke „René Noçon“ zügig voranzutreiben. René probt bereits mit einer Band in Hamburg. Zeitgleich kümmert sich ein ganzes Beraterteam aus Bad Eilsen, Hamburg und Köln um das Marketing und den kompletten Organisationsablauf. Mittendrin: sein älterer Bruder Frank Noçon. „Egal, was passiert, ob er bei den Battles durchkommt oder nicht“, erzählt Frank, „René wird jetzt mit seiner Musik voll durchstarten.“

Weil wir nun wissen wollten, wer hinter der ganzen Maschinerie steckt, die René Noçon zum Laufen bringt, begab sich unsere Redakteurin gestern nach Bad Eilsen und führte ein

Interview mit Frank Noçon:

Kaum kommt der Wagen auf dem Kundenparkplatz des Ofenhof Schaumburg zum Stehen, schon wird man am Eingang herzlichst von Frank Noçon begrüßt und ins Haus geführt. Die Wärme der befeuerten Ausstellungsöfen vermittelt einem schon am Eingang ein angenehm wohliges Gefühl. Hier kann man es sich gemütlich machen.

Das große Fachwerkhaus liegt direkt an der Bückeburger Straße und ist nicht zu übersehen. Ehemals eine fürstliche Schneiderei, befand sich zuletzt tatsächlich eine Kamelfarm auf dem Gelände. Die Wiese mit dem Gatter befindet sich noch immer hinter dem Haus und wurde jetzt verpachtet. Im Flur des am 16. September 2012 als Ofenhof eröffneten Gebäudes befindet sich ein fest in die Wand eingemauertes, historisches gusseisernes Bild mit einem Kind, was am Lagerfeuer sitzt. Als wäre schon damals jemand vom Feuer begeistert gewesen.

Frank sein Büro liegt in der ersten Etage, von wo aus der Schauspieler und Eventmanager zurzeit seine Veranstaltungspläne erstellt, koordiniert und disponiert. Seine eigentliche Firma art & acting gmbh hat jedoch seit 2008 ihren Sitz in der Ringstraße in Bad Eilsen, die sein guter Freund und Entertainer Gabor Fabian aus Bremen sowie die Veranstaltungskauffrau Inga Schwörer am Laufen halten. Am Ofenhof an sich hat er sich vor Kurzem finanziell beteiligt – ein Herzensprojekt mit alten Freunden. „Von Öfen habe ich jedoch keine Ahnung. Den Ofenhof leiten Kai Alack und Frank Rinne, die beiden Schornsteinfeger.“

Wir setzen uns an einen großen Tisch. Vor ihm liegt eine Architekturzeichnung des geplanten Veranstaltungszentrums Palais im Park in Bad Eilsen, was voraussichtlich im September 2015 seine Tore öffnen wird. Frank Noçon erstellt derzeit ein umfassendes Nutzungskonzept, das er voraussichtlich im März nächsten Jahres der Öffentlichkeit vorstellen wird. Ein Projekt, auf das er sehr stolz ist (auf das wir später zurückkommen werden). Er liebt solche Herausforderungen, verrät er uns, das treibt ihn zu Höchstleistungen.

Doch wer steht uns wirklich gegenüber? Wir haben ihm etliche Fragen gestellt, auf die er zwar dürftig, aber in aller Ruhe antwortete. Fangen wir an mit seiner

Biografie

Frank Nocon

ON: Herr Noçon, welchen Beruf haben Sie ursprünglich erlernt? Wir wissen nur, dass Sie Schauspieler sind und Veranstaltungen planen.

Frank Noçon: „Clown. Ich habe in den 90er Jahren die erste Ausbildungsklasse der ersten deutschen Clownschule, früher ‚Schule für Clownkomik und Theater‘, heute TuT – Schule für Tanz, Clown & Theater in Hannover besucht. Als Clown habe ich jedoch nie gearbeitet, sondern habe mit anderen Leuten zusammen Straßentheater gespielt, vorwiegend komische Figuren. Improvisationstheater nennt man das ja auch. Ich war unter anderem in Südfrankreich unterwegs.“

ON: Okay, das erklärt auch die Muppets-Köpfe auf dem Fensterbrett und Louis de Funes auf Ihrem T-Shirt.

Frank Noçon: Ich liebe Louis de Funes. Später habe ich auch den Beruf des Physiotherapeuten erlernt. Außerdem habe ich Ausbilder für Veranstaltungskaufleute gelernt, rund um die Konzeption und Beratung, daher auch meine Medienfirma art & acting.

ON: Jetzt kann man sich schon eine Vorstellung von Ihrer vielfältigen beruflichen Tätigkeit machen. Vielen Dank für Ihre Ausführungen, Herr Noçon. Und welchen Schulabschluss haben Sie?

Frank Noçon: Realschule. Dann habe ich noch bis zur 12. Klasse das Gymnasium besucht. Also Abgang 12. Klasse.“

ON: Sehr schön. Haben Sie auch studiert?

Frank Noçon: „Ja. Mich und das Leben.“

ON: Gute Antwort, Herr Noçon, lassen wir so stehen. Sind Sie in Bad Eilsen geboren?

Frank Noçon: Ja, genau wie mein Bruder René. Ich bin sehr verbunden mit Schaumburg, obwohl unsere Familie eigentlich aus Berlin stammt. Ein Teil unserer Familie lebt noch in Berlin. Unsere Eltern haben damals in Berlin-Charlottenburg gelebt. Unser Vater ging dann zur Bundeswehr nach Bückeburg. So sind wir nach Schaumburg gekommen. Unser Vater lebt immer noch hier. Ich lebe mit meiner Frau, ihrer 23-jährigen Tochter und unserem 10-jährigen Sohn in einem Haus gegenüber in der Siedlung hier in Bad Eilsen. Wir sind seit 1999 verheiratet.“

ON: Wunderbar. Das heißt, wenn ich das richtig verstehe, sind Sie in geordneten Familienverhältnissen aufgewachsen, also nicht in einer Patchworkfamilie, geschieden oder Ähnliches.

Frank Noçon: „Ja, das stimmt wohl. Bei René war das etwas anders, aber da müssen Sie ihn selbst fragen.

ON: Ja, wäre schön, wenn sich noch die Gelegenheit ergeben würde, bevor René als „Superstar“ in den unendlichen Weiten der Musikbranche abtaucht. Herr Noçon, verraten Sie uns Ihr Geburtsdatum?

Frank Noçon: „1969. Ich bin sechs Jahre älter als mein Bruder.“

Kurz gerechnet: René Noçon ist also 1975 in Bad Eilsen geboren worden, somit 39 Jahre alt, und sein Bruder Frank 45 Jahre. Da uns das genaue Geburtsdatum nicht verraten wurde, können wir leider nicht mehr dazu mitteilen.

ON: Herr Noçon, seit wann sind Sie eigentlich selbstständig tätig?

Frank NoconFrank Noçon: „Seit circa 22 Jahren. Bis 2000 hatte ich einen Großauftrag von der Expo Hannover. In Hannover habe ich damals auch meine Agentur ‚art & acting Management‘ gegründet, die später zur ‚art & acting gmbh‘ wurde. Für die Frankfurter Messe war ich außerdem in Moskau, Indien und anderen Ländern unterwegs. Als Schauspieler bin ich in eigens inszenierten Dinnershows aufgetreten. In einem Comedy-Theater in Hannover habe ich mal Fritz Haarmann, den Massenmörder aus Hannover, gespielt – das war sehr spannend. Zuletzt war ich acht Jahre europaweit für das Unternehmen Pandora unterwegs, die mit den schicken Armbändern, für die ich unter anderem Promi-Veranstaltungen in München organisierte, aber auch Kopenhagen. Das war eine intensive Zeit, in der ich vielen Kollegen Jobs geben konnte. Das Unternehmen wurde später verkauft. Das war der Zeitpunkt, wo ich total ausgepowert war – man wird ja auch nicht jünger – und die Entscheidung traf, nach Schaumburg zurückzukehren. Aber ich pendel trotzdem ab und an zwischen Köln, Hamburg Berlin und Schaumburg – das bringt mein Beruf so mit sich. Ich reise ja gern. Zurzeit konzentriere ich mich aber auf den Erfolg meines Bruders René und auf das Nutzungskonzept des Projekts ‚Palais im Park Bad Eilsen‘, was ich hier vom Büro aus steuere.“

ON: Vielen Dank für Ihren umfangreichen Einblick, Herr Noçon. Nun kommen wir zu Ihrem

Charakter

ON: Da Sie offensichtlich schauspielerisch begabt sind, wer oder was hat Ihr Talent geprägt?

Frank Noçon: „Da ich als Kind schüchtern und unsicher war, haben mir die Schauspielschulen geholfen, meinen Charakter zu stärken.“

ON: Großartig. Spielen Sie eigentlich Instrumente?

Frank Noçon: „Nein, ich spiele keine Instrumente. Ich habe zwar auf der Bühne schon öfters gesungen, aber gemerkt, dass ich es nicht kann. Das überlasse ich dann doch lieber René.“

ON: Haben Sie sonstige Interessen oder Hobbys?

Frank Noçon: „So richtige Hobbys habe ich nicht. Aber ich bin gerne draußen, wandere gern, bin gern viel unterwegs und am Wasser – wohlgemerkt am Wasser, nicht unbedingt im Wasser. Kanu-Wandern habe ich auch schon mitgemacht, also mit dem Kanu auf dem Wasser durch die Flüsse wandern.“

ON: Kann man Ihren Worten Glauben schenken, Herr Noçon, wo Sie doch eben ein schauspielerisches Talent aufweisen können?

Frank Noçon: „Ja, weil ich zwischen Bühne und Privat unterscheide. Bestes Beispiel ist mein Freund und Kollege Fabian Gabor, den ich seit 1996 kenne. Wir vertrauen uns einfach. Wo wir auch gerade sind, wir bekommen zum gleichen Zeitpunkt einen Lachflash. Wir verstehen uns sozusagen jederzeit nonverbal. Mit ihm habe ich auch eine Quizshow für Schüler im Ruhrgebiet in Planung.“

ON: Klingt nach einem humorvollen Mann, dem man vertrauen kann. Nun haben wir schon eine ganze Menge über Ihre Arbeit und Ihr Wesen erfahren, Herr Noçon. Doch was macht Sie nun ganz persönlich aus? Bitte nennen Sie uns fünf Eigenschaften.

Frank Noçon: „Ich bin zuverlässig, pünktlich, reagiere schnell auf neue Situationen, und unmögliche Aufgaben annehmen liebe ich. Außerdem bin ich gern neben der Spur.“

Wie jetzt? Gern neben der Spur? Wie sollen wir uns das vorstellen? Unsere Redakteurin fängt an zu lachen, weil das ja wohl eine megacoole Persönlichkeitsbeschreibung ist – die wir prompt zum Titel gemacht haben: „Frank Noçon – der Bruder (von René Noçon), der gern neben der Spur ist.“

Jetzt bloß nichts Falsches denken – dieser Mann ist völlig klar im Kopf! Gemeint ist an dieser Stelle, dass er ein Querdenker ist. Er liebt Herausforderungen und macht scheinbar unmögliche Veranstaltungen möglich.

Nach einer kleinen Teepause, die aufgrund der sich anbahnenden Erkältung unserer Redakteurin bitter nötig war, weshalb sie sich im ofenwarmen Büro auch unglaublich wohlfühlte, geht es weiter.

ON: Herr Noçon, welche Musikrichtung hören Sie am liebsten? Haben Sie eine Lieblingsband?

Frank Noçon: „In den 1980er Jahren stand ich auf Wave. Ansonsten mag ich Balladen, in denen man sich fallen lassen kann, auf deren Wellen man ’surfen‘ kann. Ansonsten kann ich das nicht pauschalisieren. Die Qualität muss stimmen.“

ON: Gibt es irgendetwas, was Sie erschreckt? Wovor fürchten Sie sich?

Frank Noçon: „Ich bin unerschrocken.“

Okay, mit diesem Mann kann man auch in den Wald gehen, er scheint sich vor nichts und niemanden zu fürchten. Mmmmh, schade, dass Halloween schon vorbei ist … ;o)

Frank NoconON: Und worüber können Sie sich am meisten freuen?

Frank Noçon: „Wenn andere sich freuen. Wenn ich auf der Bühne stehe und im Publikum sehe, wie sich die Leute freuen, freue ich mich mit. Diese Freude kann dann schon mal zwei Tage nachwirken.“

ON: Das heißt, wenn der Vorhang gefallen ist, ziehen Sie sich nicht traurig ins Hinterzimmer zurück?

Frank Noçon: „Nein, das ist ein Gerücht, also wenn es um Clowns bzw. Komiker geht.“

ON: In Ordnung, herzlichen Dank, dass Sie sich weiterhin die Zeit für uns nehmen, Herr Noçon. Nun nähern wir uns dem Ende des Interviews, möchten jedoch noch etwas wissen, über Ihre

Beziehung zum Bruder René Noçon

ON: Ihr Bruder René ist ja vor Kurzem bei The Voice of Germany angenommen worden, erfolgreich aufgetreten und wird am 7. November 2014 beim TV-Sender Sat1 sogar in den Battles zu sehen sein. Wie stehen Sie zu dem Erfolg Ihres jüngeren Bruders?

Frank Noçon: „Hat er sich verdient. Seine Zeit ist gekommen! Egal, was passiert, ob er in den Battles gewinnt oder nicht, die Marke ‚René Noçon‘ steht schon. Sein Büro wird demnächst hier im Ofenhof eingerichtet. Er probt ja schon fleißig mit seiner Band in Hamburg.“

ON: Gut zu wissen. Wer hat das eigentlich eingefädelt, dass René überhaupt bei The Voice of Germany aufgetreten ist?

Frank Noçon: „Es haben ja schon viele gesagt, dass er sich doch dort bewerben möchte. Da war aber die Zeit seiner Meinung nach noch nicht reif. Den eigentlichen Anstoß haben ihm letztlich die Musiker aus dem Hamburger Kiez gegeben, mit denen er zusammenspielt. Außerdem kennt er jemanden in Hamburg, der im Musikgeschäft tätig ist. Seine Zeit ist jetzt gekommen.“

ON: Und wie verstehen Sie sich im Allgemeinen mit Ihrem Bruder?

Frank Noçon: „Gut. Wir verstehen und vertrauen uns.“

ON: Wie war René eigentlich als Kind?

Frank Noçon: Nervig, wie jeder andere Bruder. Er hatte ja schon immer ein Faible für Musik. Mit sechs bis sieben Jahren hat er schon angefangen, zu Hause Klavier zu spielen.“

ON: Das sind interessante Eindrücke in Ihr Familienleben. Nun kommen wir zu unserer Abschlussfrage, Herr Noçon. Was haben Sie und Ihr Bruder René gemeinsam bzw. welche Unterschiede machen Sie beide aus?

Frank Noçon: „Wir finden immer eine gemeinsame Basis. Wir vertrauen einander und ergänzen uns. Wir sehen uns ja recht ähnlich. Ich hatte eine Zeit lang den gleichen Bart wie René, weshalb man uns verwechselte. Während ich bereits mit 20 Jahren schon sehr weit gekommen bin, ist René halt ein Spätzünder. Dafür startet er jetzt mit 40 Jahren voll durch. Die körperlichen Bewegungsabläufe unterscheiden uns natürlich auch.“

ON: Und man findet keine Tattoos an Ihren Armen.

Frank Noçon: „Richtig.“

Dieses Interview wurde sinngemäß wiedergegeben, entspricht also nicht genau dem Gesagten des Herrn Noçon. Nachträgliche Änderungen / Ergänzungen können durch seine Person jederzeit erfolgen. Eine Entnahme des o. g. Beitrages, auch nur in Teilen, und/oder Verwendung für eigene Zwecke / Veröffentlichung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion von OctoberNews erlaubt. Das Verlinken, Verbreiten u. Ä. über die unten eingebaute Social-Media-Leiste ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht. ;o)


Wir sind nun am Ende des Interviews mit Frank Noçon angekommen und hoffen, dass Ihnen, liebe Leser, der kleine Familienausflug der beiden Noçon-Brüder ein wenig gefallen hat. Wir drücken jetzt mal ganz schnell auf den Veröffentlichen-Button, damit Sie noch eine kleine Lektüre vor dem Battle auf Sat1 haben oder einen kleinen Nachtisch nach der Sendung.

Zwischenzeitlich hat sich auf René Noçons Facebook-Fanpage eine Menge getan. Auf dieser wird bereits verraten, dass René heute Abend gegen den Altrocker Michael Bormann (48) aus Duisburg im Battle von The Voice of Germany antreten wird. Gemeinsam werden sie den Song „Say something“ von „A Great Big World“ (feat. Christina Aguilera) zum Besten geben, eine Ballade, wie sie unrockiger nicht sein könnte. Mal schauen, wie sich die beiden „harten“ Männer durch den Schnulzgesang schlagen werden.

Wir wünschen auf jeden Fall Frank und René Noçon ganz viel Glück, Erfolg, Gesundheit und Liebe auf all ihren Wegen, von denen wir garantiert noch eine Menge hören, lesen und sehen werden. Denn wir meinen: Das haben sie sich beide verdient!


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