Fernsehturm Porta Westfalica öffnet ab 6. April wieder

Bismarckbund startet in die Saison 2019 - Fernmeldeturm auf Jakobsberg in Minden-Lübbecke mit Kiosk und Gedenkraum lädt Wanderer und Aufsteiger zum Verweilen ein

Ob in leuchtenden Herbstfarben, im Winter, Frühling oder Sommer – der Fernsehturm Jakobsberg in Porta Westfalica ist immer einen Ausflug wert – Fotos: onm

Das dritte Jahr in Folge öffnet der Verein Bismarckbund den Fernsehturm Porta Westfalica wieder für seine Gäste. Ab 6. April 2019 können kleine und große Aufsteiger die Aussicht von der in 250 Meter Höhe (über NHN) gelegenen Aussichtskanzel im Rundumblick auf die norddeutsche Tiefebene genießen. Und der angeschlossene Kiosk, das neu errichtete Toilettenhaus sowie der frisch renovierte Bismarck-Gedenkraum laden Wanderer auf dem Jakobsberg im Mühlenkreis Minden-Lübbecke zum Klönen und Verweilen ein.

Seit Ende letzten Jahres lädt der Bismarckbund an der Porta Westfalica e.V. über die sozialen Medien zur Besichtigung des von den Vereinsmitgliedern liebevoll gepflegten Fernmeldeturms Jakobsberg ein – ein voll funktionstüchtiger Sendeturm der Deutsche Funkturm GmbH (die seit 1. Oktober 2002 als Eigentümerin viele Funktürme betreibt) mit der offiziellen Typbezeichnung FMT 2/73, der seit 1979 analogen und digitalen Radio- und Fernsehsendern sowie Mobilfunkgeräten die notwendigen Funkverbindungen liefert.

Geschützt verhüllt in futuristisch anmutender Betonhülle zieht der rund 135 Meter hohe ‘lange Jakob’, wie er von den Bewohnern genannt wird, jedes Jahr von April bis Oktober Tausende von Besucherinnen und Besucher aus der Region und darüber hinaus an, die entweder gerade auf Wanderschaft sind oder den Aussichtsturm direkt anfahren, weil er – wie bereits umfassend in unserem Bericht von 2017 beschrieben – einen grandiosen Rundum-Fernblick bietet.

Zwischenzeitlich ist dank Spendengelder auch das Toilettenhaus betriebsbereit realisiert worden, das aufgrund des Speise- und Getränkeausschanks notwendig wurde. Somit können sich die Gäste während der Öffnungszeiten am Kiosk mit Erfrischungsgetränken (an besonderen Veranstaltungstagen auch mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst u.a.) versorgen, hilfreiche Flyer und Wanderkarten mitnehmen, ein Fernglas ausleihen oder Ansichtspostkarten erwerben.

Der neu gestaltete Bismarck-Gedenkraum wird sich noch umfassender und schöner präsentieren zur Saison 2019 – Foto: Hans Münstermann

Auch waren die Vereinsmitglieder vom Bismarckbund unter anderem auf dem Mindener Weihnachtsmarkt 2018 mit der ‘Hausberger Hütte’ vertreten, um mit Bratkartoffeln und natürlich Bismarckhering ordentlich Gelder zusammenzukriegen, um ihren Bismarck-Gedenkraum direkt neben dem Kiosk unter dem ‘Dach’ des Fernsehturms renovieren und noch attraktiver gestalten zu können. Dazu Münstermann am 11. März: “Das wird alles sehr spannend, denn es (der Gedenkraum) wird insgesamt ganz anders als vorher.”

Warum sich alles um Bismarck dreht? Otto von Bismarck (1815-1898, geboren unter dem Namen Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen) war von 1871 bis 1890 erster Reichskanzler, der maßgeblich an der Gründung des Deutschen Reiches (18.01.1871) beteiligt war sowie 1883 die Krankenversicherung, 1884 die Unfallversicherung und 1891 die gesetzliche Rentenversicherung einführte. Ihm zu Ehren wurde 1902 auf dem Grundstück des heutigen Fernsehturms die sogenannte Bismarcksäule errichtet. 1952 wurde die Gedenksäule aber an die Bundespost verkauft, die an der Stelle einen Fernsehturm baute. Im Zuge dessen verpflichtete sich die Bundespost, eine Aussichtsplattform und einen Bismarck-Gedenkraum bereitzustellen.

Der Bismarckbund an der Porta Westfalica e.V. unter aktueller Leitung des 1. Vorsitzenden Hans Münstermann, 2. Vorsitzenden Carlo Pultke und Geschäftsführers/Kassierers Udo Winter kümmert sich seit 1895 um die Erhaltung und Pflege des Aussichtsturms auf dem Jakobsberg – zuerst um die Errichtung eines hölzernen Aussichtsturms, dann um die Bismarcksäule, anschließend um den alten Fernsehturm (1902-1975) und nun um den neuen Fernmeldeturm – immer mit Blick auf die Historie rund um Otto von Bismarck.

Die Besucherinnen und Besucher des Fernsehturms Porta Westfalica bekommen also “die volle Packung” Geschichte mitgeliefert, wenn sie dafür offen sind.

Und weil das nicht genug ist, bietet der Verein Bismarckbund, der das alles ehrenamtlich auf die Beine stellt, im Laufe des Jahres 2019 noch folgende Veranstaltungen an:

  • 11. Mai: Fernsehturm@Night
  • 25. Mai: Oldtimerfahrt zum Fernsehturm, ca. 20 Oldtimer mit 40 Personen
  • 7. Juli: Konzert des Stadtkulturrings
  • 20. Juli: Kontrollpunkt Motorradrundfahrt
  • 11. August: Konzert der ‘Blauen Jungs’ – Seemannslieder am Fernsehturm (14-16 Uhr)
  • 18. August: Führung zum Thema: ‘Johanna von Bismarck – deutsche Kanzlergattin’ (15-16.30 Uhr, alle Infos hier)
  • 7. September: Fernsehturm@Night (18-23 Uhr, alle Infos hier)
  • 8. September: ‘Tag des offenen Denkmals’ mit Führungen im Bismarckzimmer und zum Schlageter-Denkmal mit Experte Carlo Pultkezum (10-18 Uhr)
  • 15. September: Führung: ‘Der Fernsehturm – Turmbaugeschichte im Nachkriegsdeutschland’ (15-16.30 Uhr)
  • 20. Oktober: Führung: ‘Sagenhaftes mit Jakob, dem Zöllner’ (15-16.30 Uhr)

Weitere Informationen zum Bismarckbund findet man auf der Website www.bismarckbund-porta.de und der Facebookseite.

Standort Fernsehturm:
Jakobsberg 1, 32457 Porta Westfalica (Google Maps)
(Kann mit Auto angefahren werden, Parkplätze vor Ort, ansonsten Wanderwege)

Öffnungszeiten vom 6. April bis 1. November 2019:
– Samstag: 12 bis 18 Uhr
– Sonntag/Feiertag: 10 bis 18 Uhr
– Sommerferien NRW: täglich 10 bis 18 Uhr (kein Kiosk-Betrieb)

Reguläre Eintrittspreise für Aufstieg Fernsehturm:
Erwachsene: 1 Euro
Kinder bis 14 Jahre: 50 Cent

Damit Sie, liebe Leserinnen und Leser, in ungefähr wissen, wohin die Reise geht, veröffentlichen wir an dieser Stelle noch unsere Archivaufnahmen vom Fernsehturm Porta Westfalica (inklusive Aussichten von der Plattform, Blicke von der Porta-Kanzel auf die ehemalige Baustelle Kaiser-Wilhelm-Denkmal und vom kleinen Aussichtsturm des früheren Albert-LLQ-Schlageter-Denkmals) vom 22. Juli 2012, 25. Oktober 2015 und 17. April 2017:

Textquelle: Bismarckbund an der Porta Westfalica e.V., Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews (dieser Bericht wurde am 25.07.2019 aktualisiert)


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