Feiertage 2017 – jetzt Urlaub planen

Arbeitnehmer: Wer früh genug den Urlaub 2017 anmeldet und Feiertage mit einbezieht, bekommt mehr frei für wenig Urlaubstage - Brückentage und Feiertage 2017 in NRW

Urlaub anmelden
Wer bei der Urlaubsplanung Feiertage und Brückentage mit einbezieht, profitiert von deutlich mehr Freizeit – Foto: adamkontor/pixabay gemeinfrei

Die Tage werden kühler, die Sonne ist schon ab 17 Uhr nicht mehr zu sehen, ab Dienstag ist Schnee angesagt. Zeit, um an Urlaub zu denken. Wer früh genug plant sowie Feiertage und Brückentage mit einbezieht, kann in 2017 rund 40 Tage mehr Urlaubszeit rausholen.

Arbeitnehmern flattern die ersten Urlaubszettel fürs nächste Jahr auf den Tisch. Doch in welchem Zeitraum ist es wirklich schlau, Urlaub anzumelden? Wann erhält man mehr Urlaub für möglichst wenig Urlaubstage?

Um die Festlegung von Urlaubstagen im Jahr 2017 ein wenig zu erleichtern und früh genug anmelden zu können: Hier eine Übersicht über alle Feiertage in Nordrhein-Westfalen 2017 (inklusive Brückentage), an denen es sich lohnt, Urlaub zu nehmen:

14. April: Karfreitag
17. April: Ostermontag
Wer sich vom 10. April bis zum 17. April Urlaub nimmt, erhält 8 Tage Urlaub, braucht sich aber nur 4 Urlaubstage zu nehmen. Oder man verlängert noch bis zum 23. April, dann muss man nur 8 Urlaubstage anmelden, bekommt aber 14 Tage Urlaub (Arbeits-Samstage und Sonntage immer mit einbezogen).

1. Mai: Maifeiertag
Meldet man vom 1. bis 7. Mai Urlaub an, opfert man nur 4 Urlaubstage, erhält aber eine volle Woche frei.

25. Mai: Christi Himmelfahrt (Vatertag)
Aufgrund der zwei Feiertage im Mai ergeben sich mehrere Möglichkeiten der Urlaubsplanung. Entweder man verlängert den 1.-Mai-Urlaub bis zum 28. Mai, dann hat man durch den Einsatz von 18 Urlaubstagen einen satten Urlaub von 28 Tagen. Oder man meldet Urlaub vom 22. bis 28. Mai an und erhält eine Woche frei für nur 4 Urlaubstage.

Der 25. Mai hat zudem die Besonderheit, dass an diesem Donnerstag „Vatertag“ gefeiert wird. Aufgrund der Feiereien bis in die Morgenstunden profitieren meist alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer davon, da ihnen die Arbeitgeber freiwillig am darauffolgenden Freitag als Brückentag (*) freigeben, ohne einen Urlaubstag opfern zu müssen. Meldet man im Mai zu den genannten Zeiten Urlaub an, kann man durchaus noch den Brückentag von den anzumeldenden Urlaubstagen abziehen.

5. Juni: Pfingstmontag
Im Juni bzw. über Pfingsten kann es sich 2017 so richtig lohnen, Urlaub zu nehmen. Entweder reicht man Urlaub für die Zeit vom 22. Mai bis 5. Juni ein, dann erhält man für 9 angemeldete Urlaubstage tatsächlich 15 Tage frei. Vom 29. Mai bis 5. Juni bekommt man immerhin 8 Tage frei für 5 Urlaubstage. Aber es geht noch besser:

15. Juni: Fronleichnam
Meldet man vom 22. Mai bis 18. Juni Urlaub an, kann man 28 Tage Urlaub genießen für nur 17 Urlaubstage. Alternativ nimmt man sich vom 29. Mai bis zum 18. Juni Urlaub, dann opfert man nur 13 Urlaubstage. Oder wie wäre es vom 3. Juni bis 18. Juni, das wären dann 16 Tage Urlaub mit einem Einsatz von 8 Urlaubstagen – wahlweise vom 12. bis 18. Juni erhält man 7 Tage Urlaub für 4 Urlaubstage.

Und an dieser Stelle kommt wieder der „Brückentag“ ins Spiel, nämlich Freitag, der 16. Juni. Da Fronleichnam ein Donnerstag ist, geben die meisten Arbeitgeber am Freitag frei. Wer also über den 15./16. Juni Urlaub nimmt, darf noch einen Urlaubstag abziehen.

Nun folgt die bekannte „Durststrecke“ für Arbeitnehmer. In den Sommermonaten Juli, August und September gibt es keinen Feiertag in Deutschland. Dafür können sich schulpflichtige Kinder, Jugendliche, Studenten, Lehrer und Dozenten freuen – Sommerferien sind angesagt (in NRW vom 17. Juli bis 29. August). Elternteile, die mit ihren Kindern in dieser Zeit verreisen wollen und Urlaub anmelden müssen, profitieren weder von Brückentagen noch von Feiertagen.

3. Oktober: Tag der Deutschen Einheit
Um mit diesem Feiertag einen Urlaubstag einzusparen, nimmt man sich am besten Urlaub in der Zeit vom 30. September bis 8. Oktober, denn dann erhält man 9 Tage frei für 4 Urlaubstage. Aber auch Ende Oktober lohnt sich ein Blick in den Urlaubskalender:

1. November: Allerheiligen
Wer vom 30. Oktober bis 5. November Urlaub anmeldet, erhält durch den Einsatz von 4 Urlaubstagen insgesamt eine Woche frei.

25. und 26. Dezember: Weihnachtsfeiertage
1. Januar 2018: Neujahr
Die Weihnachtszeit und das Neue Jahr können kommen. Jetzt bekommen Arbeitnehmer ganz viel Urlaub für den Einsatz weniger Urlaubstage. Wer sich vom 23. Dezember bis 1. Januar Urlaub nimmt, braucht nur 3 Urlaubstage anzumelden, bekommt aber 10 freie Tage.

(*) Bezieht man die sogenannten Brückentage (auch Fenstertage oder Zwickeltage genannt) bei der Urlaubsplanung mit ein, ergeben sich wesentlich längere Urlaubszeiten, ohne großartig Urlaubstage beim Arbeitgeber anmelden zu müssen – man überbrückt sie einfach, indem man Urlaub über die Feiertage nimmt. Doch das will ja jeder, daher heißt die Devise: Wer zuerst seine „schlauen Urlaubstage“ anmeldet, ist deutlich im Vorteil.

Alle Angaben ohne Gewähr.


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