Fairtrade-Woche bei der Verbraucherzentrale in Minden

Fair ist besser: vom 21. bis 25. September 2015 informiert die Verbraucherzentrale NRW in Minden über faire Lebensmittel und Waren - Dienstag: kostenloser Kaffee oder Tee

Unter dem Motto „Fair ist besser“ beraten Mitarbeiter der Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW in Minden diese Woche über fairen Handel – Symbolfoto: matagalpa/pixabay CC0

Im Rahmen der „Fairen Woche“ bietet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Minden vom 21. bis 25. September 2015 unter dem Motto „Fair ist besser“ Informationen zur Orientierung rund um Produkte aus dem Fairen Handel. Am Dienstag, 22. September, erhält jeder Besucher der Beratungsstelle Minden während der Öffnungszeiten eine kostenlose Tasse fairen Kaffee oder Tee zum Probieren.

Gut eine Milliarde Euro gaben Verbraucher im Jahr 2014 in Deutschland für fair gehandelte Produkte aus. Das sind 13 Euro pro Kopf, die Verbraucher im vergangenen Jahr für Lebensmittel und Handwerk aus Fairem Handel ausgaben – ein Euro mehr als noch 2013. „Diese Entwicklung ist erfreulich, bietet aber noch Luft nach oben, wie ein Blick nach Großbritannien oder in die Schweiz zeigt“, meinen Anke Schiermeyer und Cornelia Franke-Röthemeyer von der Verbraucherzentrale in Minden anlässlich der Fairen Woche. Auf der Insel gaben Verbraucher mehr als doppelt so viel, in der Schweiz gar das Vierfache für Produkte aus dem Fairen Handel aus.

An ihrem Siegel sind die Produkte zu erkennen: Seit vier Jahrzehnten wird die Idee, Kleinbauern, Plantagen- und Fabrikarbeitern in Ländern des globalen Südens durch gerechtere Produktions- und Handelsstrukturen einen sicheren Lebensunterhalt zu ermöglichen, durch den Fairen Handel in die Tat umgesetzt. Neben Kaffee, Tee und Schokolade haben längst auch Fairtrade-Blumen und -Bananen ihren Stammplatz im Supermarkt gefunden.

Welche Kennzeichnungen halten, was sie versprechen

Damit Verbraucher faire Produkte besser erkennen können, gibt die Umweltberatung der Verbraucherzentrale in Minden hilfreiche Tipps.

Da der Begriff ‚fair‘ rechtlich ungeschützt ist, können Hersteller prinzipiell jedes Produkt als fair bezeichnen. Doch je nach Produktkategorie gibt es auch anerkannte Siegel, an denen Käufer erkennen können, ob die Produkte wirklich unter sozial verträglichen Bedingungen hergestellt wurden.

  • Lebensmittel: Bei Produkten des täglichen Bedarfs können sich Käufer gut am hellgrün-blauen Fairtrade-Siegel auf schwarzem Grund orientieren. Auch die Erkennungszeichen und Schriftzüge der traditionellen Fairhandelshäuser wie Gepa, El Puente, dwp sowie die Produkte aus den Weltläden weisen Verbrauchern einen sicheren Weg zu fair gehandelten Waren.
  • Kleidung: Auch hier wächst vor allem im Internet der Markt an Modefirmen mit T-Shirts, Jacken, Jeans und Co., die unter sozialverträglicheren Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Um Textilarbeiter zu unterstützen und sich selbst vor Schadstoffen zu schützen, sollten Verbraucher Ausschau halten nach sozialökologischen Labeln – etwa nach GOTS und IVN best.

Weitere Informationen erfahren Besucher in der Aktionswoche direkt vor Ort in der Beratungsstelle Minden wie auch im Internet unter www.vz-nrw.de/fairer-handel (das Quiz steht derzeit nicht zur Verfügung).

Anschrift der Verbraucherzentrale:

Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Minden
Portastr. 9 (im Schinkelbau)
32423 Minden (Google Maps)

Tel.: 0571 / 38 63 79 01, Umweltberatung: -05, Energieberatung: -06
Fax: 0571 / 38 63 79 15

Öffnungszeiten:
Mo: 8.30 – 14 Uhr
Di + Do: 8.30 – 13 Uhr und 14.30 – 18 Uhr
Fr: 8.30 – 14 Uhr


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