Entsorgungsunternehmen aus Westfalen unterstützen #WIRFUERBIO-Kampagne

Plastik gehört nicht in die Biotonne - KAVG, AWM, ESG, AWG, GEG, EGW und WBC aus Minden-Lübbecke und Westfalen fordern sortenreine Bioabfallerfassung

Sie alle wurden sich einig bei den Münsteraner Abfallwirtschaftstagen 2019 – Plastik gehört nicht in die Biotonne: (v. li.) Stefan Pöschel (KAVG, Minden-Lübbecke), Manuela Feldkamp (AWM, Münster), Jürgen Schrewe (ESG, Soest), Thomas Grundmann (AWG/GEG Warendorf und Gütersloh), Peter Kleyboldt (EGW, Borken), Stefan Boelte (WBC, Coesfeld) sowie die Initiatoren der Kampagne #WIRFUERBIO Jens Ohde (GAB) und Tanja Schweitzer (schweitzer media)

Sieben Entsorgungsunternehmen aus dem Kreis Minden-Lübbecke und Westfalen nehmen eine Menge Geld in die Hand, um die Kampagne #WIRFUERBIO des Abfallverwertungsspezialisten Jens Ohde aus der Metropolregion Hamburg und der Geschäftsführerin der schweitzer media-Werbeagentur, Tanja Schweitzer aus Kiel, aktiv zu unterstützen. Mit der Kernaussage „Kein Plastik in die Biotonne!“ wollen sie die Verbraucherinnen und Verbraucher zum Umdenken und Mitmachen anregen.

Auf den Münsteraner Abfallwirtschaftstagen 2019 haben sich die kommunalen Abfallwirtschaftsgesellschaften KAVG, AWM, ESG, AWG, GEG, EGW und WBC (genauer siehe unten) offiziell #WIRFUERBIO angeschlossen – einer Kampagne gegen Plastikmüll in Biotonnen, der sich die Initiatoren Jens Ohde, Geschäftsführer der Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung mbH (GAB) aus Kummerfeld, und Tanja Schweitzer, Geschäftsführerin Kreation & Beratung der schweitzer media gmbh Agentur für Marketing & Kommunikation aus Kiel, verschrieben haben. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung und der Bestellung mindestens eines Kampagnen-Basispakets für 6500 Euro setzen sich die sieben Müllverwerter ab sofort in ihren Regionen “für mehr Sortenreinheit in der Biotonne” ein.

„20 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind die Verbraucher nachlässiger bei der Befüllung der Biotonne geworden. Immer mehr Störstoffe, darunter vor allem Plastik und auch Plastiktüten, landen inzwischen in der Biotonne“, fasst Wilfried Buhre, Betriebsleiter Kompostwerk der KreisAbfallVerwertungsGesellschaft mbH Minden-Lübbecke (KAVG mbH), stellvertretend das Problem zusammen, vor dem alle Bioabfallverwerter stehen.

Aufkleber für die Biotonne können sich die Verbraucherinnen und Verbraucher über die Kampagnen-Website kostenlos bestellen

Zwar sei die Menge des gesammelten Bio- und Grüngutes (183 Kilogramm pro Person und Jahr) und die spezifische Restmüllmenge (143 Kilogramm pro Person und Jahr) durch die konsequente Mülltrennung sehr niedrig in Westfalen. Dennoch hätten die sieben Entsorgungsgesellschaften in ihren kreiseigenen Kompostwerken die Beobachtung gemacht, dass immer häufiger Dinge in der Biotonne landen, die dort nicht hineingehören. Bestes Beispiel: die Plastiktüte. Daher raten sie dazu:

Bioabfälle sollten im besten Fall lose in einem dafür vorgesehenen Behälter gesammelt und direkt – ohne Plastiktüte (auch keine kompostierbare Plastiktüte) – in der Biotonne entleert werden. Wer seinen Bioabfall dennoch in einer Plastiktüte sammeln möchte, kann den Inhalt in der Biotonne entleeren und die Plastiktüte im Anschluss in den Restmüll geben. In den meisten Fällen steht die Restmülltonne direkt neben der Biotonne.

Sinnvoller sei es, Zeitungspapier oder Papiertüten zu verwenden. Geeignet seien alle Papiertüten, die zu 100 Prozent aus Papier bestehen.

Kaffeekapseln sind den Entsorgern ebenfalls ein Dorn im Auge. Auch wenn der Inhalt der Kapsel aus Kaffeemehl besteht, die Kaffeekapsel gehöre eindeutig in die Restmülltonne.

Zudem seien Küchen- und Lebensmittelabfälle, die in Kunststoffen, Glas oder Metallen verpackt sind, absolut tabu für die Biotonne.

Wer seinen Abfall also konsequent richtig trenne und den wertvollen Bioabfall von Störstoffen freihalte, kann sich im eigenen Haushalt aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz engagieren. Davon abgesehen ist es zeit-, arbeits- und kostenintensiv, die Störstoffe in den Verwertungsbetrieben von dem richtigen Bioabfall zu trennen. Schließlich wollen die Unternehmen daraus beispielsweise Komposterde und Bioenergie gewinnen.

Diese Betriebe aus Westfalen beteiligen sich an der Aktion #WIRFUERBIO:

  • KAVG – KreisAbfallVerwertungsGesellschaft mbH Minden-Lübbecke
  • EGW – Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland mbH
  • AWG – Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf mbH
  • GEG – Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen Kreis Gütersloh mbH
  • ESG – Entsorgungswirtschaft Soest GmbH
  • AWM – Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
  • WBC – Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH

Weitere Informationen über die Kampagne findet man auf der Website www.wirfuerbio.de.

Quelle Text und Fotos: Pressestelle KAVG, Website wirfuerbio.de der schweitzer media gmbh, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


Diesen Bericht teilen: