Domschatzkammer Minden öffnete Türen für Ehrenamtliche

Dombau-Verein Minden gewährte ehrenamtlichen Domwächtern Einblick in die Baustelle der neuen Domschatzkammer und informierte über Stand der Arbeiten

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Bauleiter Reinhard Sonntag (re.) informierte die ehrenamtlichen Domwächterinnen und -wächter über den Stand der Arbeiten in der neuen Domschatzkammer – Foto: DVM

Einen ersten Blick in die zukünftige Domschatzkammer am Dom zu Minden konnten die ehrenamtlichen Domwächterinnen und -wächter werfen. Der Dombau-Verein Minden und der Bauleiter erläuterten in einem Informationsabend den Stand der Arbeiten.

Noch sind nur leere Räume zu sehen, die Bauarbeiten an der Mindener Domschatzkammer dauern an. Aber das könnte sich bald ändern, verrät der Dombau-Verein Minden (kurz: DVM) indirekt auf seiner Webseite unter Öffnungszeiten. Die Wiedereröffnung im neuen Glanz sei für März/April 2017 geplant.

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Eins von vielen Exponaten, die man bald in der neuen Domschatzkammer Minden zu Gesicht bekommen wird: ein Kapitelkreuz aus dem 16. Jahrhundert mit einer Reliquie des Kreuzes Christi – Foto: gemeinfrei, Wikipedia

Wieweit die Arbeiten der neuen Räume bereits fortgeschritten sind, erläuterten Bauleiter Reinhard Sonntag von der Firma S&P Dresden und der Stellvertretende DVM-Vorsitzende Gerd Stenz vor Kurzem an einem Informationsabend den Aktiven, die teilweise seit Jahrzehnten Besucher durch den Mindener Dom und die Schatzkammer führen.

Die beiden Baufachleute verwiesen dabei auf die Besonderheiten der Gestaltung, wie Farbelemente, die die liturgischen Farben widerspiegeln sollen. Einen ersten Blick konnten die ehrenamtlichen Kräfte auch in den Raum werfen, in dem das weltbekannte Mindener Kreuz aus dem 11. Jahrhundert (siehe unser Bericht) seinen Platz finden wird. Hier werden Besucher zukünftig auch die Möglichkeit zur Besinnung haben.

Bei einem anschließenden Meinungsaustausch informierte Hans-Jürgen Amtage, Vorsitzender des Dombau-Vereins Minden, über die Informationsangebote, die den Besuchern der Domschatzkammer zukünftig an die Hand gegeben werden. Gleichzeitig warb er für das weitere Engagement der Domwächterinnen und -wächter. So sei die persönliche Vermittlung der Bedeutung der christlichen Kunstwerke ein wesentlicher Bestandteil des Ausstellungskonzepts.

DVM-Geschäftsführer Dietrich Seele betonte, dass der Förderverein außerdem eine Kunsthistorikerin beauftragt habe, die Führungen für Schüler- und Erwachsenengruppen entwickele. Die Expertin werde zudem für Schulungen der ehrenamtlichen Kräfte bereitstehen. Ebenso wie die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, die als Ansprechpartnerinnen nicht nur für die Besucher, sondern auch die Ehrenamtler tätig würden, erläuterte Schatzmeister Hans-Jürgen Trakies.

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Ein Blick in die ehemalige Domschatzkammer zeigt die Vielfalt an Exponaten, an der sich nächstes Jahr wieder zahlreiche Besucher erfreuen können – Foto: gemeinfrei, Wikipedia

Einen besonderen Dank richtete Amtage an Annemarie Lux, die sich der Betreuung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter annehme. Durch die Zusammenarbeit der ehemaligen Gemeindereferentin mit dem Dombau-Verein werde ein zusätzliches Weiterbildungsangebot mit Blick auf außergewöhnliche Dom- und Domschatzkammer-Führungen möglich. Schlussendlich richtete der DVM-Vorsitzende auch Dankesworte an die Dompropstei-Gemeinde für ihre Unterstützung.

Weitere Informationen findet man auf der Website des Dombau-Vereins Minden. Beschreibungen der Reliquien und anderer Exponate der Domschatzkammer kann man hier einsehen.

Quelle: DVM, Wikipedia, OctoberNews


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