DIE GRÜNEN kämpfen weiterhin für Nationalpark Senne

Mit der neuen NRW-Landesregierung CDU/FDP soll es keinen Nationalpark Senne geben - DIE GRÜNEN aus OWL argumentieren dagegen

Die Sonne scheint unterzugehen für den von den GRÜNEN und der NABU geplanten Nationalpark Senne, wenn es nach der neuen NRW-Landesregierung CDU/FDP geht – Symbolfoto: onm

Seit vielen Jahren setzen sich DIE GRÜNEN aus Ostwestfalen-Lippe (OWL) und die NABU Nordrhein-Westfalen (NRW) für einen zweiten Nationalpark in NRW ein, den „Nationalpark Senne-Egge / Teutoburger Wald“, um die natürliche Entwicklung des Nationalparks Eifel konsequent vorantreiben (siehe unser Bericht). Damit soll nun Schluss sein, hieße es vonseiten der neuen NRW-Landesregierung laut aktuellen Medienberichten.

Zwar sei dies noch nicht offiziell von den Verhandlungsführern der CDU und FDP verkündet worden, jedoch habe man sich wohl schnell darauf verständigt: Den Nationalpark Senne soll es nicht geben. Im Zuge dessen sei geplant, das Naturschutzinformationszentrum im alten Forsthaus Steinbeke bei Bad Lippspringe, ursprünglich von Umweltminister Johannes Remmel Anfang 2012 als Nationalpark-Büro eingerichtet, auslaufen zu lassen.

Ein Schlag ins Gesicht für DIE GRÜNEN aus OWL. Martina Denkner, Geschäftsführerin des Bezirksverbands OWL Bündnis 90 / Die Grünen, äußert sich dazu wie folgt:

„Angesichts des dramatischen Rückgangs der Artenvielfalt wäre eine solche Entscheidung kurzsichtig und rückwärtsgewandt. Sachlich kann sie nicht begründet werden, hier geht es um ideologische Motive.

Dagegen hat es zum Beispiel die Bayerische Landesregierung verstanden, wertvolle Naturräume als Nationalparke für die Menschen erlebbar zu machen und damit den Tourismus anzukurbeln. Dort wird es bald den dritten Nationalpark geben. So verbindet man Ökologie mit Ökonomie.

Wir GRÜNE werden nicht aufhören, für die Bewahrung der Naturschätze und Artenvielfalt zu kämpfen.“

Noch ist ja nichts beschlossen, vielleicht besinnen sich die Herrschaften von der CDU und FDP in letzter Sekunde um. Die ON-Redaktion drückt die Daumen, dass der Traum vom zweiten Nationalpark doch noch in Erfüllung geht.

Quelle: Martina Denkner (Bündnis 90 / Die Grünen), LZ.de, NW.de, OctoberNews


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