Der Vision des Friedens aller Völker eine Gestalt geben

Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke und Schaumburger Chor „Kreuz und Quer“ gestalteten Festgottesdienst in Wittenberg mit

Landesbischof_Kreuz_und_Quer_zu_Gast_in_Wittenberg 950
Besuch in der Lutherstadt: Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke gestaltete gemeinsam mit „Kreuz & Quer“ einen Gottesdienst in der Stadtkirche – Foto: privat

Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke gestaltete gemeinsam mit dem Probsthäger Kirchenchor „Kreuz & Quer“ einen Festgottesdienst in der Stadtkirche Wittenberg. Auf Einladung des Bischofs der Landeskirche Schaumburg-Lippe hatte der Chor unter Leitung von Mathias Goedecke an Allerheiligen die Ehre, in der Wittenberger Stadtkirche zu singen. Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke selbst war als Gastprediger von der Stadtkirchengemeinde Wittenberg eingeladen.

Am vergangenen Wochenende haben Kirche, Stadt und Universität den Reformationstag mit insgesamt 35 Veranstaltungen in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) gefeiert. Die Stadtkirchengemeinde lädt in guter Tradition auswärtige Prediger rund um den Reformationstag ein. Dr. Karl-Hinrich Manzke nahm die Einladung gern an. Damit ein wenig „musikalischer Wind aus Schaumburg-Lippe“ durch die Wittenberger Stadtkirche wehe, hatte Manzke den Chor „Kreuz & Quer“ unter der Leitung von Mathias Goedecke gebeten, mit in die Lutherstadt zu kommen.

Den Chor „Kreuz & Quer“ aus der Kirchengemeinde Probsthagen gibt es bereits seit 20 Jahren. Er ist eine feste Größe in der Schaumburger Chorszene und auch über die Grenzen der Landeskirche Schaumburg-Lippe hinaus ein Begriff.

Die Stadtkirche in Wittenberg gehört aufgrund der besonderen Bedeutung, die sie in der Reformationszeit als Predigtkirche Martin Luthers bekommen hat, zu den großen Zeugnissen des Protestantismus. Der berühmte Reformationsaltar von Lucas Cranach ist in der Stadtkirche zu Wittenberg zu bewundern.

Am 1. November 2015 war die Kirche voll besetzt. In seiner Predigt hatte Landesbischof Dr. Manzke als Grundlage einen der berühmten Texte aus der Offenbarung des Johannes. In diesem Text ging es um die Vision, dass alle Völker über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg zum Frieden finden werden. Diese Vision habe gerade jetzt eine hohe Aktualität, so Manzke. Gegenwärtige Problemstellungen in der Welt seien nur dann lösbar, wenn Menschen dieser Vision einer Völker verbindenden Menschheitsidee auch Gestalt gäben. Nationale Alleingänge oder Abschottung von Nationen und Kulturen seien nicht geeignet, die Probleme der Welt zu lösen. Insofern machte Landesbischof Dr. Manzke darauf aufmerksam, dass es Menschen braucht, die diese Vision von einer Völkergemeinschaft befördern und in die Tat umsetzen.

„Kreuz & Quer“ sang vier Lieder, eine bunte Mischung aus dem aktuellen Repertoire „Hallelujah“ (Cohen), ein Medley aus afrikanischen Stücken, „Ntwena ke talente“ sowie „Der Herr behüte Dich“. Neben dem Gottesdienst besuchten Landesbischof und Chor das Reformationsfest in der Altstadt, aßen gemeinsam zu Mittag und statteten der Wartburg in Eisenach einen Besuch ab.

Quelle: Ines Langhorst, Lübeck


Diesen Bericht teilen: