Bustour durch Minden für Neubürger ab Oktober 2016

Stadt Minden bietet Zugezogenen ab 30. Oktober 2016 kostenlose Willkommenstouren an - Einwohner sollen Stadt besser kennenlernen - Bürgermeister Jäcke bei Premiere dabei

_DSC0061 Kopie-1200
Gerade in Minden angekommen? Dann nichts wie hin zum Bürgerbüro und anmelden. Die Stadt spendiert Neubürgern kostenlose Bustouren zu allen Sehenswürdigkeiten. – Fotos: onm

Durchschnittlich 500 bis 600 Neubürger verzeichnet die Stadt Minden jedes Jahr, doch nur wenige von ihnen kennen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Das soll sich ab 30. Oktober 2016 ändern. Mit einer Willkommenstour per Bus möchte die Stadt zugezogene Einwohner begrüßen und ihnen touristische Attraktionen sowie wichtige Anlaufpunkte zeigen – kostenlos. Bei der Premiere wird Bürgermeister Jäcke selbst mitfahren.

Seit 1. August werden Zugezogene im Bürgerbüro und in der Ausländerbehörde mittels Postkarten zu Bustouren durch die Stadt Minden eingeladen. „So sollen neue Einwohner die Stadt besser kennenlernen“, teilt Mindens Bürgermeister Michael Jäcke mit. Neben Sehenswürdigkeiten wie das Wasserstraßenkreuz, die Schachtschleuse, die Fischerstadt und der historische Bahnhof (siehe Bericht) werden auch alle wichtigen Anlaufpunkte (zum Beispiel Klinikum, Feuerwehr, Polizei) gezeigt.

DSC03213 Kopie800
Was gibt’s denn hier zu sehen? Für Aufklärung sorgt die Bustour für Neu-Mindener.

Die Busfahrt – vorbei an Orten der Bildung, Kultur, Wirtschaft und städtischen Einrichtungen – wird ca. 90 Minuten dauern und von erfahrenen Stadtführern der Minden Marketing GmbH moderiert. Begleitet wird die erste Tour von Bürgermeister Jäcke, die folgenden von der Stellvertretenden Bürgermeisterin Ulrieke Schulze bzw. den Stellvertretenden Bürgermeistern Egon Stellbrink und Harald Steinmetz.

„Wir wollen den neuen Mindenern unsere Stadt näher bringen. Dazu bietet sich eine Bustour besser als zum Beispiel ein Stadtrundgang zu Fuß an“, stellte der regierende Bürgermeister in einem Pressegespräch heraus. Im Sinne des Standortmarketings wurden bisher eine zufällige Auswahl von Neubürgern sowie alle Eingebürgerten des Vorjahres zum Parlamentarischen Abend eingeladen. Doch dieses Angebot sei nicht besonders angenommen worden und auch „nicht das richtige Format“ für eine gute Willkommenskultur, so Jäcke. „Wir haben deshalb überlegt, was sinnvoll ist.“

Herausgekommen ist unter Mitwirkung der Wirtschaftsförderung, der städtischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und der Minden Marketing die „Willkommenstour“. Und die soll es alle drei Monate geben, die ersten Termine stehen schon fest:

Premiere ist am Nachmittag des 30. Oktober. Weiter geht’s an den Sonntagen des 22. Januar 2017, 2. April 2017 und 2. Juli 2017 – jeweils ab 15 Uhr. Bei guter Resonanz werde es weitere Termine geben, kündigt Wirtschaftsförderer Andreas Chwalek an.

Einladung Bustour - W
Muster der Einladungspostkarte der Stadt Minden

Das neue Angebot richtet sich an alle Wahl-Mindener, die seit dem 1. August 2016 zugezogen sind, sowie an die zwischen 120 und 130 jährlich Eingebürgerten, die von einer ausländischen in die deutsche Staatsbürgerschaft gewechselt sind. „Alle erhalten bei ihrer Anmeldung im Bürgerbüro oder bei der erfolgten Einbürgerung in der Ausländerbehörde die Postkarte mit der Einladung zur Willkommenstour“, erläutert Helmut Kruse, Leiter des Bereichs Bürgerdienste.

Bis zu 50 Neu-Mindener können an der jeweils kostenlosen Fahrt durch viele Stadtteile teilnehmen. Eine verbindliche Anmeldung ist jedoch unbedingt erforderlich und an die auf der Einladungskarte verzeichneten Kontaktdaten zu richten (siehe Muster).

Die Willkommenstour-Route

Die Busroute führt ab Kanzlers Weide (Großraumparkplatz an der Weser, siehe Google Maps) zunächst durch das historische Wohngebiet „Laxburg“, zum Mindener Bahnhof und zum „Fort A“ als früheres Festungselement und heutiger Kulturspielstätte. Vorgestellt wird auch die Planung für eine Multifunktionshalle auf dem Gelände des Güterbahnhofs.

_DSC9409 Kopie950
Was versteckt sich hinter diesen Mauern? Die Willkommenstour wird aufklären.

Weiter geht’s über die Gustav-Heinemann-Brücke in die Nordstadt. Dort wird es unter anderem Informationen zum Wasserstraßenkreuz mit der alten und neuen Schiffsschleuse, zum städtischen Nordfriedhof, zur Polizei und Feuerwehr geben. Weiter führt die Tour an der Museumseisenbahn, am Campus-Gelände sowie an einigen Unternehmen, Einzelhändlern und einem Ärztezentrum auf der Ringstraße vorbei.

Über den Kreisverkehr „Birne“ (richtig, der Kreisverkehr in Minden ist birnenförmig) geht es in Richtung Porta Westfalica. Hier gibt es auch einen Blick auf das Kaiser-Wilhelm-Denkmal (siehe Bericht) und den Fernmeldeturm auf der Seite des Weserdurchbruchs. Gemeint ist das tiefe Durchbruchtal der Weser zwischen Weser- und Wiehengebirge – im Dreieck der Städte Porta Westfalica, Bad Oeynhausen und Minden.

_DSC6441 Kopie800
Tatsächlich gibt’s in der Region Minden-Lübbecke auch eine „Mühlenstraße“

Dann biegt der Bus zum Johannes Wesling Klinikum Minden ab, passiert auf dem Weg noch eine Freilichtbühne und fährt dann weiter auf der Bergkirchener Straße zum Pott’s Park (Freizeit- und Erlebnispark für Familien). Weitere Stationen auf der Strecke sind die Windmühle Dützen (siehe Bericht), die Herzog-von-Braunschweig-Kaserne, das Melittabad (Schwimmbad), der Westhafen, die Kampa-Halle (Konzert- und Veranstaltungshalle), zwei Berufskollegs und das Handwerksbildungszentrum Minden.

Zuguterletzt geht`s in die Innenstadt, wo auf die Stadtgeschichte eingegangen wird sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen vorgestellt werden. Der Bus passiert dann noch die Kreisverwaltung, die Verbraucherzentrale, den Zentralen Omnibusbahnhof (in Minden einfach „ZOB“ genannt), das Stadttheater, die „Alte Regierung“, die Fischerstadt und die Schlagde (ehemaliger Umschlagplatz der Weserschifffahrt, heute Parkplatz), bis es wieder zurück zu Kanzlers Weide geht.

Nach so viel Input bleibt dann nur noch eins: An die Weser setzen, verschnaufen und sich Zuhause tagelang alles durch den Kopf gehen lassen, was Minden so zu bieten hat. Und wer jetzt noch nicht weiß, wo die Stadt Minden liegt, den verweisen wir auf unseren Beitrag vom 21. Juli 2015.

Unseren Bericht über die erste Willkommenstour mit Bürgermeister Jäcke finden Sie hier.

Textquelle: Stadt Minden, OctoberNews


Diesen Bericht teilen: