Beim Gassi gehen an Leinenpflicht und Kotentsorgung denken

Stadt Minden erinnert Hundehalter an ihre Pflichten: Hunde an der Leine führen und "Tretminen" beseitigen, sonst drohen Bußgelder

Hund
Gassi gehen – haben Sie auch an alles gedacht? Die Stadt Minden ermahnt Hundehalter, ihren Pflichten nachzukommen. Symbolfoto: onm

Die Hinterlassenschaften eines Hundes sind nicht nur unansehnlich und ärgerlich, sondern stellen auch eine Gesundheitsgefahr insbesondere für Kinder dar, ist die Ordnungsbehörde der Stadt Minden überzeugt. Zudem scheinen sich einige Menschen durch die Vierbeiner belästigt zu fühlen. Daher werden die Ordnungshüter in den Sommermonaten verstärkt auf Streife gehen, um an die Einhaltung der Hundehalterpflichten zu erinnern und gegebenenfalls Bußgelder zu verhängen.

“Haben Sie nicht auch schon den Geruch vom frisch gemähten Rasen oder den ersten Blüten in der Nase? Bei solchen Düften lockt es nach draußen, gäbe es nicht die allgemein bekannten weichen ‘Tretminen’ auf Bürgersteigen, Radwegen, Plätzen und Grünstreifen. Sie können sich beispielsweise mit den darin enthaltenen Keimen infizieren”, erklärt die Stadt Minden in einer aktuellen Pressemeldung.

Nach Ansicht der Stadtangestellten sollte es für alle Hundehalter selbstverständlich sein, Verunreinigungen, die durch den eigenen Vierbeiner entstehen, umgehend zu beseitigen – dazu seien sie laut ordnungsbehördlicher Verordnung der Stadt Minden (siehe § 5 Tiere) sogar verpflichtet. Ausgenommen von dieser Regelung seien blinde und hochgradig sehbehinderte Personen, die sogenannte Blindenhunde mit sich führen.

Dass viele Mindener sich an die umgehende Beseitigungspflicht nicht halten, würden Beschwerden verärgerter Bürger zeigen.

Die Ordnungsbehörde der Stadt Minden appelliert daher an alle Hundehalter, entsprechende Kotbeutel zu nutzen. In der Innenstadt gebe es bereits mehrere Standorte der Tütenspender, diese regelmäßig durch die Städtischen Betriebe Minden (SBM) bestückt würden. Man könne allerdings auch eine gewöhnliche Plastiktüte (ON: besser Papiertüte zur Vermeidung von Plastikmüll) aus dem Haushalt nehmen, die beim Gassi gehen mit sich geführt wird. Verschlossene Tüten könnten dann problemlos in jedem öffentlichen Abfallbehälter entsorgt werden.

Ein weiteres Ärgernis seien Hunde, die nicht an der Leine geführt werden, und beispielweise andere Passanten durch ihr lebhaftes Erscheinen erschreckten, so die Stadt Minden.

Die Ordnungsbehörde weist diesbezüglich auf die bestehenden Regelungen zur Anleinpflicht hin. Grundsätzlich hätten Hundehalter dafür zu sorgen, dass ihre tierischen Lieblinge auf Verkehrsflächen und in Anlagen nicht ohne Aufsicht gelassen werden und sich keine Personen oder andere Tiere durch den Vierbeiner belästigt fühlen.

Hunde seien in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, zum Beispiel dem Sportpark Weser, sowie der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten oder anderweitig begrenzten Park-, Garten- und Grünanlagen, wie beispielsweise im Glacis, auf Friedhöfen und Sportanlagen, an der Leine zu führen. Auch bei öffentlichen Versammlungen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen sowie in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten gelte die Anleinpflicht.

Und wer sich nicht daran hält und erwischt wird, dem drohen Bußgelder.

So werden die Ordnungshüter in den Sommermonaten wieder verstärkt auf Fahrradstreife unterwegs sein, um die Beseitigungspflicht von Hundekot und die Einhaltung der Anleinpflicht zu kontrollieren. Wird dagegen verstoßen bzw. der regelwidrige Umstand nicht an Ort und Stelle beseitigt, droht ein Bußgeld.

Für Rückfragen stehen die Mitarbeiter der Ordnungsbehörde, André Donnecker und Katharina Möller, telefonisch unter 0571 / 89 425 oder -417 während der Öffnungszeiten zur Verfügung, und zwar:

Montag, Dienstag, Donnerstag von 8 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie Freitag von 8 bis 12.30 Uhr (Mittwoch geschlossen).

ON: Leider verrät die Stadt Minden nicht, ob und wo es spezielle Auslaufplätze für Hunde gibt, also Herrchen und Frauchen unbescholten mit ihren Tieren herumtoben können, was von enormer Wichtigkeit für die Entwicklung der Vierbeiner ist. Bisher ist uns nur das Freigehege des neuen Tierheims Minden in Päpinghausen bekannt geworden, das man gegen eine Spende nutzen kann, solange die Pflegehunde noch nicht umgezogen sind (siehe Beitrag).

Textquelle: Pressemeldung der Stadt Minden


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