Aufruf zur Demo in Berlin für GreenFairPlanet ein voller Erfolg

282 Aktivisten aus dem Mühlenkreis Minden-Lübbecke protestierten und schnippelten mit

Fotos: Lothar Schmelzer
Treckerdemo von GreenFairPlanet vor dem Kanzleramt in Berlin – Fotos: Lothar Schmelzer

„Eigentlich wollte ich meine Freunde und mich nur für die Fahrt zur Demo anmelden, aber am Telefon sprühte eine Begeisterung für die Schnippeldisko rüber, dass wir spontan Ja sagten. Auch für Unterkünfte hat GreenFairPlanet gesorgt. Alles war perfekt organisiert“, schwärmt Anke Wolfarth, Tierheilpraktikerin aus Stemwede.

282 Menschen aus dem Mühlenkreis Minden-Lübbecke sind dem Aufruf (s. Bericht) von GreenFairPlanet aus Minden gefolgt und forderten auf der „Wir haben es satt“-Demo am 17. Januar 2015 in Berlin den Stopp von Tierfabriken, Gentechnik und TTIP. „30 Prozent der Teilnehmer sind wegen TTIP mit uns gefahren, 50.000 Menschen sind am Samstag vereint in Berlin auf die Straße gegangen, und wir werden mehr“, so Lothar Schmelzer, 1. Vorsitzender GreenFairPlanet. „Das zeigt, wer Demokratie aushebeln will, stößt auf breiten Widerstand.“

Wolfarth ist mitgefahren, um gemeinsam mit der Albert Schweitzer Stiftung für Tierrechte und Tierschutz zu demonstrieren. „Ich verstehe nicht, wie Massentierhalter trotz der immensen Leiden, die sie über unzählige Tiere bringen, ruhigen Gewissens schlafen können.“

Schnippeldisko für Ernährungssouveränität in Berlin

Koch
„Wam Kat“ schwang demonstrativ den Riesen-Kochlöffel in Berlin

Scharfe Messer, echtes Feuer, jede Menge Gemüse – das ist keine spektakuläre Zirkusnummer, sondern die größte Schnippeldisko Deutschlands. Anlässlich der Demo in Berlin haben 43 Aktivisten aus dem Mühlenkreis am Vortag in den Zirkuszelten von CABUWAZI am Ostbahnhof eine Protestsuppe für die Teilnehmer gekocht.

Zudem wurde mehr als eine Tonne knubbeliges und ungewolltes Gemüse (Erntereste von Biohöfen aus der Region) von rund 800 Food-Aktivisten begeistert geschält und geschnippelt. Das kochfertige Gemüse wurde zu einer Sammelstelle gebracht und in einem 300-Liter-Topf von Aktionskoch „Wam Kat“ aus den Niederlanden live auf der Bühne zubereitet. Bekannt als Doktor der Soziologie und Psychologie auf der Rainbow Warrior, einem Schiff von Greenpeace, tourt er mittlerweile mit seinem Team durch ganz Europa. DJs „Decent“ und „Florinn“ der „Green Music Initiative“ heizten sodann der tanzenden Menge mächtig unter der Zirkuskuppel ein.

„Schnippeldisko find’ ich cool. Gemüse retten, diskutieren, abtanzen und am nächsten Morgen auf die Demo“, meint Jan aus Lübbecke. Der Student war zum dritten Mal dabei, weil er sich für das Ende der Massentierhaltung einsetzt. „Das Tierleiden muss ein Ende haben“, fordert der seit vier Jahren überzeugte Veganer.

So lange auf die Straße gehen, bis all das ein Ende hat

„Die Tage in Berlin waren ein Erlebnis. Ich bin mitgefahren, weil ich es nicht mehr ertrage, dass unter dem Deckmantel des Gesetzgebers Tiere massiv gequält und ausgebeutet werden, dass unser Land mit Überdüngung und Monokultur verseucht wird“, sagt Gabriele Friese. „Ich werde so lange auf die Straße gehen, bis all das ein Ende hat“, so die Stemwederin.

GreenFairPlanet sagt Herzlichen Dank für’s Mitmachen

Auf der Rückfahrt der 282 Teilnehmer war man sich einig, dass es gelungene, gut organisierte Tage in Berlin waren, die gezeigt haben, dass Bauern und Verbraucher es immer noch satthaben. GreenFairPlanet bedankt sich an dieser Stelle bei allen Teilnehmern und ist guten Mutes, was nächste Aktionen angeht.

Schnippeln mit der Jugend
Die heutige Jugendgeneration hat es satt und schnippelte kräftig mit

Ohne bei der Demonstration dabei zu sein, können auch Sie die ehrenamtliche Arbeit unterstützen, mit einer Spende per Überweisung an folgende Bankverbindung:

GreenFairPlanet e.V.
IBAN: DE12490603920661552400
BIC: GENODEMIMND
Volksbank Minden e.G.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Elisabeth Schmelzer, Tel.: 0571 / 93 41 57 07
Blücherstr. 1, 32423 Minden
www.greenfairplanet.net


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