Auch Rechte Weserseite von Minden hat jetzt ein Quartiersbüro

Erik Hasse neuer Ansprechpartner Am Exerzierplatz 7 - im Mittelpunkt stehen Nachbarschafts- und Mehrgenerationenprojekte sowie „Wohnen im Alter“

Bürgermeister Michael Jäcke (oben li.) und Quartiersmanager Erik Hasse (oben Mitte) luden die Mindener Bürgerinnen und Bürger zur Eröffnungsfeier des neuen Quartiersbüros auf die Rechte Weserseite ein

Nach Rodenbeck und Bärenkämpen eröffnete die Stadt Minden auch ein Quartiersbüro auf der Rechten Weserseite. Bürgermeister Michael Jäcke begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und übergab Quartiersmanager Erik Hasse offiziell die Aufgabe, Projekte zur Verbesserung der Lebens- und Wohnsituation in diesem Quartier ins Rollen zu bringen.

Das Quartier Rechte Weserseite beinhaltet den Stadtteil Rechtes Weserufer, erstreckt sich vom Brückenkopf über die Dombrede bis zur Primus-Schule in Dankersen und hat einen Knotenpunkt am WEZ-Grillepark in Meißen. Seit August dieses Jahres befindet sich Am Exerzierplatz 7 (in der 3. Etage mit Fahrstuhl) eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger des Quartiers, das Quartiersbüro „Rechte Weserseite“, das am 24. November 2017 offiziell eingeweiht wurde.

„Mit dieser tollen Resonanz hatte ich nicht gerechnet. Es freut mich sehr, dass so viele Menschen den Weg zu uns am Grillepark gefunden haben“, unterstrich Erik Hasse zur Eröffnungsfeier und stellte seine ersten Projektideen vor:

So könne er sich vorstellen, dass Kinder von ehrenamtlich engagierten Senioren betreut würden in den Randstunden nach Kita und Schulschluss, dass mehr generationenübergreifende Freizeitangebote geschaffen und alternative Wohnformen, wie Mehrgenerationenhäuser oder barrierefreie Wohnanlagen, gefördert werden könnten. Aber auch Aktionen und Veranstaltungen, die allen Bürgerinnen und Bürgern der Rechten Weserseite zugutekommen und das Gemeinschaftsgefühl und die Nachbarschaftshilfe im Quartier stärken, würden durch den jungen Quartiersmanager unterstützt.

Als Schwerpunkt seiner Arbeit sehe er das Anstoßen von Projekten, die „wertschätzende Beziehungen zwischen den verschiedenen Generationen fördern“, wie beispielsweise Nachbarschafts- und Mehrgenerationenprojekte.

Grundlage dafür sei das Handlungskonzept Wohnen der Stadt Minden. Mit an Bord seien auch die Wohnungsbaugesellschaften. Außerdem beschäftige sich der Quartiersmanager mit den Themen Sicherung der (Nah-) Versorgung und Aufrechterhaltung der Mobilität der Seniorinnen und Senioren im Quartier.

Zahlreiche Mindener Bürgerinnen und Bürger des Quartiers Rechte Weserseite zeigten großes Interesse an ihrem neuen Quartiersmanager

Hasse werde auf jeden Fall stets ein „offenes Ohr“ haben. Neben Projekten zur Verbesserung der Lebens- und Wohnsituation sei er vor Ort im Einsatz, um das Quartier lebenswerter und attraktiver zu gestalten, und vernetze bereits vorhandene Akteurinnen und Akteure. Wenn sich die Mindenerinnen und Mindener auf der Rechten Weserseite einbringen und mitgestalten möchten, sich ehrenamtlich engagieren oder eine kreative Idee für eine gemeinsame Aktion haben oder einfach nach Netzwerkkontakten suchen, dann sei Hasse der richtige Ansprechpartner.

Zudem werde er durch den Integrationsassistenten Abdul Khaled Ahmadi unterstützt. Auch Kolleginnen und Kollegen des Allgemeinen Sozialen Dienstes und der Frühen Hilfen ziehen in das Quartiersbüro mit ein. „Wir wollen damit eine Brücke zwischen den Angeboten und Leistungen aus dem Rathaus in die Quartiersarbeit schlagen. Kurze Wege sind uns dabei sehr wichtig. So können wir effektiv auf die Bedürfnisse vor Ort reagieren und präventiv arbeiten“, so Hasse.

Was die Sozialstruktur des Mindener Stadtteils Rechtes Weserufer angeht, so seien rund 15 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt, erklärt die Stadt Minden. Außerdem sei hier ein hoher Ausländeranteil und eine deutliche Zuwanderung zu verzeichnen, was – in abgeschwächten Zahlen – auch für die Bezirke Dankersen und Meißen gelte. Eine Herausforderung für die Stadt Minden sei auch, dass etwa 43 Prozent der Kinder über ihre Eltern sowie rund 400 Menschen mit ausländischem Pass Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II empfangen sowie um die 150 Menschen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Bemängelt werde auch die fußläufige Nahversorgung für den Bereich Dombrede. Des Weiteren gebe es Verbesserungspotenzial beim Wohnungs- und Einfamilienhausbestand sowie in öffentlichen Räumen in puncto Barrierefreiheit. Im Übrigen gehört auch das alte Güterbahnhofsgelände zum Quartier, wo bekanntlich der Bau ein oder mehrerer Multifunktionshallen geplant ist.

„Es gibt alles in allem eine Menge zu tun. Und bei der Umsetzung baue ich auf die Ideen und Anregungen der Mindenerinnen und Mindener der Rechten Weserseite. Sie geben dem Stadtbezirk ein Gesicht, und ich möchte mit ihnen gemeinsam etwas gestalten und voranbringen“, unterstrich Hasse zum Abschluss der Eröffnungsfeier.

(Sobald unsere Anfrage bezüglich Beruf und Alter von Erik Hasse beantwortet wird, ergänzen wir in diesem Bericht).

Quelle Text und Fotos: Pressestelle Stadt Minden, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


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