Ab sofort gibt’s lecker Spargel aus NRW

Warme Februar- und März-Temperaturen machen es möglich: In Minden, Bad Oeynhausen und Umgebung beginnt jetzt der Verkauf von frischem Spargel

Weiße Spargelstangen angerichtet mit Erdbeeren – ein Gaumenschmaus im Frühling – Symbolfoto: RitaE/pixabay CC0

Die Spargelsaison 2019 hat begonnen in Nordrhein-Westfalen (NRW). Der Spargelhof Wenner bietet in Minden und Bad Oeynhausen den ersten grünen und weißen Spargel an und andere Höfe aus der Umgebung ziehen mit. Warum es den ersten frischen Spargel schon jetzt zu kaufen gibt, erklärt die Landwirtschaftskammer NRW:

Seit dem letzten Wochenende sprießen die ersten Spargelstangen aus dem Boden und sind reif für die Ernte. „Dass der Spargel seine Köpfe schon so früh aus dem Spargeldamm streckt, liegt an den warmen Temperaturen im Februar“, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Dabei wurde die Erde bei frühlingshaften Temperaturen schon so aufgewärmt, dass der Spargel mit dem Wachstum beginnen konnte. Dann kamen die wenigen, aber ebenso warmen Tage im März hinzu und schon zeigten sich die ersten Köpfe unter den Folientunneln.

Der erste Spargel wird von Spargelbauern geerntet, die mit Minitunneln arbeiten. Bei dieser Anbaumethode wird der Spargeldamm mithilfe der Sonnenenergie, die von den kleinen Folientunneln besonders gut aufgenommen wird, aufgeheizt. Die Erde im Spargeldamm wird dadurch schneller und intensiver erwärmt und lässt den Spargel früher austreiben. Allgemein liebt das edle Stangengemüse es sonnig und warm.

Spargel ist die Nummer Eins des deutschen Gemüsesortiments, weiß die Landwirtschaftskammer. In NRW bauen etwa 360 landwirtschaftliche Betriebe auf etwa 4000 Hektar das leckere Gemüse an. Das entspricht etwa einem Fünftel der gesamten deutschen Anbaufläche. Damit liegt NRW nach Niedersachsen und Brandenburg auf Platz 3 in Deutschland. Der Spargelmarkt hat sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt, weshalb die Deutschen mit knapp 2,2 Kilogramm pro Kopf nach wie vor Europameister beim Spargelverzehr sind. Aber nicht nur im Verbrauch sind die Deutschen spitze, sondern auch bei den Anbaumengen: In NRW wurden im Jahr 2018 18.000 Tonnen Spargel geerntet, bundesweit waren es rund 114.000 Tonnen.

Im Januar dieses Jahres befand sich der Spargel noch unter der schützenden Haube in Minden – Archivfoto: onm

Die Verbraucher fragen schon im zeitigen Frühjahr nach dem königlichen Gemüse. Die Spargelanbauer sind bemüht, den Erntebeginn weiter nach vorne zu verschieben, wozu sie unterschiedliche Folien einsetzen. Dadurch wurde auch schon in den vergangenen Jahren deutlich weniger Spargel aus Südeuropa oder sogar aus Peru importiert. Die weiten Transportwege von Importware verschlechtern die Qualität des Spargels und führen zu hohen CO2-Belastungen auf den langen Wegen zu den Verkaufsstellen.

Die Haupternte findet von Mitte April bis Ende Juni statt. Am 24. Juni, dem Johannistag, ist Spargelsilvester. Nur bis zu diesem Datum wird der Spargel geerntet, damit die Pflanzen sich bis zur neuen Saison erholen können. Anders als bei vielen anderen Gemüsearten wird der Spargel zu etwa 70 Prozent über Marktstände, Fachgeschäfte oder in den vielen Hofläden verkauft.

Zu den Hauptanbauregionen in Nordrhein-Westfalen zählen am Niederrhein Walbeck und Brüggen sowie der Raum Bornheim bei Bonn im Rheinland. In Westfalen gehören der Raum Füchtorf im Kreis Warendorf, der Kreis Minden-Lübbecke, Delbrück im Kreis Paderborn, der Raum Gütersloh sowie der Kreis Recklinghausen mit Bottrop und Kirchhellen zu den Hauptanbaugebieten.

Adressen und Telefonnummern von Spargelanbauern in NRW sind im Internet unter www.landservice.de und www.spargelstrasse-nrw.de zu finden.

Eine Broschüre mit dem Titel „Heimvorteil: Spargel – selbst angebaut, selbst zubereitet“ kann auf der Webseite der Landwirtschaftskammer NRW kostenlos heruntergeladen werden.

Textquelle: Pressemeldung Landwirtschaftskammer NRW, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


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