12. Rodenbecker Herbstmarkt erstmals an der Thomaskirche

Zahlreiche Besucher hatten viel Spaß beim Rodenbecker Herbstmarkt 2017 trotz Verlegung zur Thomaskirche in Minden - endete jedoch mit Sturz einer älteren Frau

Josie und Anna Lena (v. li.) stellten Buttons mit von den Kindern wie Romi (Mitte) ausgemalten Bildern her, auch mit speziellen Motiven zum 12. Rodenbecker Herbstmarkt in Minden – Fotos: onm

Der Rodenbecker Herbstmarkt 2017 in Minden fand erstmals an der Thomaskirche statt – was dem Besucherandrang keinen Abbruch tat. Organisiert von Ortsvorsteher Bernd Müller, Pfarrerin Catharina Bluhm, dem Jugendzentrum Westside sowie Rodenbecker Vereinen und Einrichtungen gab es vier Stunden lang pure Unterhaltung, jede Menge Basteleien und Leckereien. Nur der Abschluss gab zu denken.

Rodenbecks Ortsvorsteher Bernd Müller und Pfarrerin Catharina Bluhm luden am 30. September zum 12. Rodenbecker Herbstmarkt in die Thomaskirche ein

Trotz regnerisch-trübem Wetter und obwohl er dieses Jahr nicht am Piwittskamp stattfand (wenngleich von den angekündigten Containern als Übergangslösung für das Jugendzentrum Westside nichts zu sehen war, s. Pressemeldung Stadt Minden), besuchten zahlreiche Anwohner am vergangenen Samstag den zwölften Herbstmarkt in Minden-Rodenbeck an und in der Evangelischen Sankt-Thomas Kirche. Pfarrerin Bluhm öffnete jede Menge Räume und den Hof für die Rodenbecker Gemeinde.

So wurden laut Ortsvorsteher Müller unter anderem 13 selbstgebackene Kuchen im Gemeindehaus aufgetischt, die „ratzfatz“ aufgegessen waren. „Last Chance“ unterhielt mit Livemusik und die „Westside Guys“ mit Breakdance-Vorführungen, die wir bereits beim Thomaskirche-Sommerfest kennenlernen durften.

Amal Hamdan und ihre Kollegin, beide von der Diakonie Stiftung Salem, servierten lecker Falafel in Fladenbrot

Bratwurst und Getränke wie auch Falafel mit Gemüse in Fladenbrot von Amal Hamdan und ihrer Kollegin von der Diakonie Stiftung Salem ergänzten das Außengeschehen, während in den kirchlichen Räumen an ein paar Flohmarktständen gefeilscht wurde.

Auch die vorgestellte Handwerkskunst war beeindruckend. So haben beispielweise Franzi und Milayne aus weißem Kopierpapier nach einer Anleitung, die sie im Internet fanden, korkenzieherähnlich geformte Lampen gebastelt, die sie in verschiedenen Größen anboten. Mit bunten Lichterketten im Innern die ideale Beleuchtung im modernen Stil für immer früher eintretende dunkle Stunden.

Franzi und Milayne (v. li.) boten selbstgebastelte Lampen im modernen Design an

Josie und Anna Lena waren derweil damit beschäftigt, die von Kindern ausgemalten runden Bildchen mit einer speziellen Buttonmaschine zu drucken (siehe Titelfoto), damit man die Buttons wie eine Brosche an der Kleidung tragen kann.

Kirchenbesucher erwartete am Sonntag ein reich gedecktes Erntedankfest

Während Rodenbecks Ortsvorsteher Müller ausführlich den anwesenden Besuchern für ihr zahlreiches Erscheinen dankte und uns – wie schon beim Stadtteiltreff Rodenbeck 2015 – unter anderem darüber aufklärte, dass auf dem heutigen Kasernengelände der Bundeswehr früher das „Gut Rodenbeck“ stand und überhaupt der Bezirk damals nur wenige Häuser, dafür viele Felder, beherbergte, sah man Pfarrerin Bluhm wie ein Wirbelwind durch die Thomaskirche „fegen“, weil sie gemeinsam mit mehreren Helfern bereits das Erntedankfest am Sonntag vorbereitete.

Wir konnten ihr am Nachmittag noch ein „war ganz schön was los heute“ entlocken und dass die Konfirmandinnen und Konfirmanden all das frische Obst, Gemüse sowie andere Nahrungsmittel gesammelt haben, die bereits vor dem Altar aufgebaut waren – hübsch geschmückt mit Blumen und Kürbissen.

Vermutlich vielen Anwohnern gar nicht so bekannt ist die kleine, aber gut sortierte Bibliothek im Glockenturm der Thomaskirche

Ein Blick in die Turm-Bibliothek konnten wir auch noch erhaschen, wo zahlreiche Romane und Kinderbücher nur darauf warten, ausgeliehen und gelesen zu werden.

Steffen Boeckh mit seinem „Kistenknipser“ kam extra aus Bielefeld zum Rodenbecker Herbstmarkt

Feierabend machte auch Steffen Boeckh aus Bielefeld, der im Vorraum gerade seinen mintfarbenen „Kistenknipser“ einpackte. Stellte man sich vor den Holzkasten und aktivierte die Software auf dem Display, schoss die Kamera automatisch ein Foto, das auch gleich ausgedruckt wurde – mit passendem Rahmen zum 12. Rodenbecker Herbstmarkt.

Leider stürzte eine ältere Frau zum Abschluss des Festes auf den nackten Betonfußboden des Hofes. Sie war wohl gestolpert und vorübergehend ohnmächtig, hatte eine Platzwunde am Kopf, gelangte aber schnell wieder zu Bewusstsein und war ansprechbar. Ein Krankenwagen wurde sofort gerufen, Anwohner und Pfarrerin Bluhm kümmerten sich rührend um sie, deckten sie mit Wolldecken ein, wirkten beruhigend auf sie ein. Ein erster Hinweis der Notärzte verriet, dass nichts Schlimmes passiert wäre, sie würde wieder auf die Beine kommen.

Das gibt zu denken, wir hoffen, dass dem wirklich so ist, und wünschen ihr alles Gute!


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