Umweltminister Remmel zu Besuch im neuen Tierheim Minden

NRW-Minister Johannes Remmel verschaffte sich Eindruck von neuem Mindener Tierheim in Päpinghausen zwecks Fördergelder und weihte Hundeauslauf-Gehege ein

Volker Hoppmann, 1. Vorsitzender des Mindener Tierheims, klärte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (re.) über aktuellen Stand und Begebenheiten des neuen Tierheims vor Ort in Päpinghausen auf – Fotos: onm

Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel stattete dem neuen Tierheim Minden in Päpinghausen einen Besuch ab, um sich selbst ein Bild vom aktuellen Zustand zu verschaffen und das Hundeauslaufgelände offiziell einzuweihen.

Wie angekündigt erschien NRW-Minister Johannes Remmel am 24. März 2017 – in Begleitung von Landtagsabgeordnete Inge Howe und SPD-Landtagskandidatin Christina Weng – und verschaffte sich persönlich einen Eindruck vom neuen Gelände des Tierschutzvereins Minden im Stadtteil Päpinghausen. Grund des „hohen Besuchs“ sei die Zurverfügungstellung von Fördergeldern des Landes NRW.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (ehemals Bündnis 90/Die Grünen)

Von insgesamt 500.000 Euro für freiwillige Leistungen für Tierheime in Nordrhein-Westfalen (NRW) seien 160.000 Euro bereits in das neue Tierheim Minden geflossen. Nun stehe ein weiterer Förderbetrag von 40.000 Euro im Raum, den der Tierschutzverein Minden und Umgebung e.V. beim Land NRW gestellt habe.

Da war es gut und wichtig, dass Volker Hoppmann, der 1. Vorsitzende des Mindener Tierheims seit Oktober 2016, Minister Remmel über das gut 22.000 Quadratmeter große Tierheimgelände mit Katzenhaus, Kleintiergehege, das fertiggestellte und noch in Bau befindliche Hundehaus, die Tierfutter-Lagerhalle, die Cafeteria, den Garten, die Nebenhallen sowie die zwei Hunde-Auslaufgehege führte und zahlreiche Fragen des Ministers beantwortete.

Inge Howe, SPD-Landtagsabgeordnete für den Kreis Minden-Lübbecke

Auch Chief Veterinary Officer des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Friedhelm Jaeger, und Architekt Ulrich Hesse, der die Planung der Wandlung des historischen Gutshofes (siehe auch unser Bericht) in ein Tierheim übernahm, standen für Antworten hilfreich zur Seite.

Innerhalb des rund einstündigen Rundgangs wies Hoppmann auf den hohen finanziellen und bautechnischen Aufwand sowie unermüdlichen Einsatz der zahlreichen Ehrenamtlichen und freiwilligen Helfer hin, den man seit 2012 stemme. Insbesondere das zweite Hundehaus muss noch ausgebaut werden, das zurzeit eher als Lagerhalle für die Einrichtungsgegenstände nach dem vor Kurzem bewerkstelligten Umzug (siehe Bericht) dient.

Als Besonderheit verwies die 2. Vorsitzende des Tierheims, Marion Nobis, auf die neuen selbstschließenden Katzenklappen mit Magnet, die dem Wind standhalten und somit stets für einen geschlossenen Raum ohne Zug für die Tiere sorgten. Die neue Quarantänestation ist ebenfalls im Katzenhaus untergebracht, um kurze Wege zu garantieren.

Intensive Gespräche im Katzenhaus: (v. li.) Inge Howe, Volker Hoppmann, Ulrich Hesse (Architekt) und Johannes Remmel

Während Landtagsabgeordnete Howe vor allem von dem riesigen Gutshofsgelände angetan war, da sie selbst auf einem Bauernhof aufwuchs, nahm Minister Remmel alle Informationen sehr konzentriert auf und verriet auf unsere Nachfrage, obwohl er oft darauf angesprochen würde, dass er selbst einen Hund aus einem Tierheim habe. „Ronja“, eine Mischlingshündin, sei 12 Jahre alt und mittlerweile fast blind.

Ein an seinen Beinen hochspringender Hund von „Dogdance“-Trainerin Andrea Lewis, die in der angemieteten Flohmarkt-Halle Hunde therapiert, bereitete dem Minister daher sichtlich Freude.

Einweihung der Hundeauslaufgehege: (v. li.) Tierheimmitarbeiterin, Johannes Remmel, Inge Howe und Simone Jäger (Schatzmeisterin Tierheim)

Genau wie die zwei großen Auslaufgehege für Hunde, die er offiziell am Freitag einweihte mit einer symbolischen Banddurchschneidung, nachdem wir mit „Auf die Plätze, fertig, los“ das Kommando zum Durchschneiden gaben. Auf einem der Gelände führten vorher zwei Tierheim-Mitarbeiterinnen mit Grittli, einem fünfjährigen Entlebucher Sennenhund, ein paar Trainingseinheiten vor.

Abschließend nahmen sich alle prominenten Besucher in der Cafeteria reichlich Zeit für gemeinsame Gespräche mit allen Tierheim-Verantwortlichen bei leckeren selbstgemachten Kuchen und Torten. Auch das gesamte Tierheim-Team, was sich chic machte und den „hohen Besuch“ ausgiebig vorbereitete, konnte nun eine Pause einlegen. Nach insgesamt gut zwei Stunden folgte eine herzliche Verabschiedung.

Nach einer Stunde „Input“ und Besichtigung des rund 22.000 Quadratmeter großen Tierheimgeländes nahmen sich (v. li.) Volker Hoppmann, Johannes Remmel, Inge Howe und SPD-Landtagskandidatin Christina Weng eine weitere Stunde Zeit für ausgiebige Gespräche in der Cafeteria

Pressesprecherin Petra Yarwood machte letztendlich auf einen Eintrag im Mindener Ferienkalender 2017 aufmerksam, wo der Tierschutzverein erstmalig „Ferien rund ums Tier“ für Kinder ab 8 Jahren anbietet für 25 Euro pro Woche in der Zeit vom 17. bis 21. Juli und 24. bis 28. Juli. Anmeldungen seien zwar schon reichlich eingegangen, aber wer mag, könne sich noch telefonisch unter 05703 / 980024 oder per E-Mail an pyarwood@web.de wenden. Wer weiß, vielleicht wird ja das eine oder andere Plätzchen noch frei.

Alle anderen Informationen und Kontaktmöglichkeiten findet man auf der Website des Tierschutzvereins Minden unter www.tierschutzverein-minden.de.

Doch nun zu unserer Bildergalerie:

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