Sonderaktion Thermografie für private Hausbesitzer

Verbraucherzentrale NRW in Minden macht auf undichte Stellen am Gebäude aufmerksam und bietet bis 15. April 2017 für 190 Euro Thermografie an inklusive Energieberatung

Energieberaterin Kerstin Pahnke und Leiterin Ursula Thielemann von der Verbraucherberatungsstelle Minden sowie Dr. Beatrix Wallberg des Umweltamtes und Stefan Pauls von der Firma BAUKING stellen ihre Sonderaktion Thermografie für private Eigenheimbesitzer vor

Kerstin Pahnke, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) im Kreis Minden-Lübbecke, stellte am Montag die aktuelle Thermografie-Aktion für private Wohnungs- und Hauseigentümer sowie Verbraucherinnen und Verbraucher in der Beratungsstelle Minden vor, die voraussichtlich bis 15. April 2017 läuft.

Gemeinsam mit Dr. Beatrix Wallberg, Amtsleiterin des NRW-Umweltamtes, Ursula Thielemann, Leiterin der Beratungsstelle Minden, Marie-Luise Heuwinkel, Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale NRW im Aktionsteam Energie und Stefan Pauls, dem Thermografen und Organisationsleiter der Firma BAUKING AG aus Hannover, erklärte Pahnke die Bedeutung und Funktionsweise von Thermografien.

Manche Schwachstellen ihrer Eigenheime können private Hauseigentümer im Winter mit bloßem Auge erkennen. Am Dach zum Beispiel: Schmilzt Schnee darauf sofort oder trocknen manche Abschnitte nach einem Regen besonders schnell, fehlt eine gute Dämmung. Andere Problemstellen aber, an denen ebenfalls Heizungswärme verloren geht, können erst durch Spezialisten sichtbar gemacht werden. Hilfe bei der Suche nach diesen Schwachpunkten und sinnvollen Gegenmaßnahmen bietet das Winterpaket der Verbraucherzentrale: Es besteht aus sogenannten Thermografien, also Wärmebildern, und einer Energieberatung.

Die „Röntgenbilder“ der Verbraucherzentrale NRW in Minden machen Wärmeverlust am Gebäude durch rote Stellen sichtbar

„Wärmebilder haben für uns eine ähnliche Funktion wie Röntgenbilder in der Medizin“, erklärte Kerstin Pahnke, seit November 2016 neue Energieberaterin der Verbraucherberatungsstelle in Minden. „Sie zeigen uns Aspekte, die dem bloßen Auge verborgen bleiben, nämlich die Temperaturen von Oberflächen.“ Eine weitere Gemeinsamkeit: Ohne das passende Know-how sind weder Röntgen- noch Wärmebilder zuverlässig zu deuten. Fachleute hingegen stellen mit ihrer Hilfe wichtige Diagnosen zu Knochenbrüchen oder Wärmebrücken. Auf Basis des Befunds entsteht schließlich ein individueller Therapieplan.

„Für das Eigenheim stellen wir einen Sanierungsfahrplan auf, der die Wünsche und finanziellen Möglichkeiten des Haushalts einbezieht“, betonte Pahnke.

Stefan Pauls von BAUKING, der schon langjährige Erfahrung als zertifizierter Thermograf aufweisen kann, macht dazu in einer kalten Nacht Außenaufnahmen des Gebäudes. Die Bewohnerinnen und Bewohner bekommen davon in der Regel gar nichts mit, können nach Aussage von Pauls aber auch gerne nach Voranmeldung dabei sein.

Sind die Bilder fertig, folgt ein ausführlicher, 90-minütiger Vor-Ort-Termin zur Energieberatung. „Ich schaue mir die Wärmebilder vorher in Ruhe an und kann erste Schwachstellen schon so erkennen“, so Pahnke weiter. Zusammen mit ihren Eindrücken vor Ort bilden die Thermografien eine solide Grundlage für individuelle Modernisierungstipps. Gleichzeitig machen die Bilder die Probleme anschaulich.

„Es hilft vielen, wenn sie mit eigenen Augen sehen, wie zum Beispiel ihr ungedämmter Rollladenkasten auf dem Wärmebild knallrot leuchtet“, berichtet die Expertin. „Das Thema Energieverluste wirkt dann weniger abstrakt.“

Dr. Beatrix Wallberg befürwortet diese Aktion und zeigt sich erfreut, dass die Verbraucherzentrale den Bürgern im Kreis Minden-Lübbecke eine unabhängige Beratung zu Thermografieaufnahmen anbieten kann. „Um teure Fehlinvestitionen bei der Sanierung zu vermeiden, sollten Fachleute die Wärmebilder interpretieren“, betonte sie.

Dass es besonders auf die Witterungsverhältnisse ankomme, unterstrich Marie-Luise Heuwinkel, die das Aktionsteam im Kreis Minden-Lübbecke betreut. Im Moment seien die Verhältnisse sehr gut, denn es ist trocken und kalt. Obwohl die Aktion bis zum 15. April 2017 geplant sei, empfiehlt sie, dass sich interessierte Verbraucher bereits jetzt melden, sodass die bestmöglichen äußeren Umstände für die Thermografieaufnahmen genutzt werden können.

Die Thermografie-Aktion findet im Rahmen des Projekts Energiewende der Verbraucherzentrale NRW statt und wird von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Gesamtpreis für die Verbraucher betrage letztendlich 190 Euro inklusive Energieberatung. Die Energieberater geben entsprechend individuelle Hinweise zu den gesetzlichen Vorgaben und finanziellen Fördermitteln.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung in Minden gibt es auf der Webseite der Verbraucherzentrale NRW sowie telefonisch unter 0211 / 33 99 65 55 und 0571 / 38 63 79 06. Unter letztgenannter Telefonnummer ist Kerstin Pahnke auch während der Energiesprechstunde, immer Montag von 10 bis 13 Uhr und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr erreichbar.

Anlaufstellen in ganz Nordrhein-Westfalen für diese Aktion, sortiert nach Orten, findet man auf der Webseite www.verbraucherzentrale.nrw/thermoaktion.

Quelle Text und Fotos: Verbraucherzentrale NRW in Minden


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