Piratenpartei wählt Matthias Detert zum Bundestagswahlkandidaten

Piraten Minden-Lübbecke haben gewählt: Matthias Detert kandidiert für den Bundestag - Leitantrag Kultur gegen Rechtsextremismus - Unterstützung gegen G8-Abitur

Matthias Detert (re.) wurde als Kandidat der Piratenpartei für die Bundestagswahl im Wahlkreis Minden-Lübbecke einstimmig gewählt und wird unterstützt (v. li.) vom Kreisvorstand durch Kreispressesprecher Frank Tomaschewski, Schatzmeister Siegbert Molitor, Kreistagsabgeordneten Karl-Heinz Detert und dem neuen kommissarischen Vorsitzenden Christoph Jahn – Foto: Hans-Jürgen Amtage

Die Mühlenkreis-Piraten eröffnen den Bundestagswahlkampf 2017 und wählten auf dem Kreisparteitag Matthias Detert aus Hille zu ihrem Kandidaten für den Kreis Minden-Lübbecke.

Kreisvorsitzender Christoph Jahn begrüßte die Mitglieder der Piratenpartei Minden-Lübbecke bei einer Aufstellungsversammlung zur Bundestagswahl auf dem Kreisparteitag (26. März 2017) in Minden. Einstimmig wählten die anwesenden stimmberechtigten Mitglieder Matthias Detert (35 Jahre, gelernter Chemisch-Technischer Assistent, aktuell im ambulanten Pflegedienst als Pflegehelfer für Schwerbehinderte tätig) aus Hille zu ihrem Bundestagswahlkandidaten für den Wahlkreis 134 Minden-Lübbecke I.

Detert ist seit 2009 Mitglied der Piratenpartei im Mühlenkreis und kandidierte bereits 2010 für den Landtag. Zudem ist er sachkundiger Bürger im Ausschuss für Sicherheit, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Kreistages.

„Wir haben einen Direktkandidaten und als Piraten alle Voraussetzungen geschaffen, um bei der Bundestagswahl auf dem Wahlzettel zu stehen“, verkündete der ehemalige Kreisvorsitzende Frank Tomaschewski aus Minden, der von der Versammlung zum Wahlleiter bestimmt wurde nach eineinhalbstündiger Sitzung des Kreisparteitages. Mit der Nominierung eröffneten die Mühlenkreis-Piraten auch ihren Wahlkampf.

Leitantrag zur Kulturförderung verabschiedet

Dabei verabschiedeten die Mitglieder einstimmig einen „fließenden Leitantrag“ zum Thema Kultur, der von Tomaschewski eingebracht wurde. Im Mittelpunkt der Kulturpolitik der Piraten stehe „eine offene, vernetzte und für alle Menschen zugängliche Kulturlandschaft“, heißt es in der Präambel des Antrages.

„Während die etablierte Kultur oder Hochkultur für zeitlose kulturelle Bildung nicht wegzudenken sei, müssten kulturelle Strömungen jenseits der vertrauten Strukturen und Formen als Entwicklungspotenzial für die etablierte Kultur von morgen stärkere Unterstützung erfahren“, erklärten die Mitglieder einvernehmlich.

Für Minden-Lübbecke wollen die Piraten eine Künstlerförderung in den kommenden Jahren bis zur Kommunalwahl 2020 durchsetzen, die Kulturschaffende am Anfang ihrer Karriere erhalten sollen. Kultur und Bildung sollen ihrer Meinung nach als „Mittel gegen faschistische und extremistische Strömungen sowie jeglicher Form von Gewalt“ entgegengesetzt werden.

Ein weiteres Schwerpunktthema soll außerdem die rechtliche Gleichstellung von E-Books mit gedruckten Büchern in Bibliotheken werden, was die Piraten als eines der „wichtigen kulturellen Zukunftsthemen im Rahmen der Digitalisierung“ betrachten. Die Förderung der Freien Kunst- und Kulturszene im Mühlenkreis als weiteres zentrales Anliegen würde von der Piratenpartei weiterhin massiv begleitet. Eine weitere Einschränkung der Fördermöglichkeiten im Kreis oder den Kommunen wird von ihrer Seite klar abgelehnt.

Der Leitantrag (siehe Bericht auf der Webseite der Piratenpartei Minden-Lübbecke) könne von den Mitgliedern und interessierten Bürgern jederzeit bis zur Kommunalwahl ergänzt werden.

Aufruf zur Unterstützung des Volksbegehrens gegen G9

Auf dem Kreisparteitag der Minden-Lübbecker Piraten erzielten zudem die Kommunalpolitiker erneut Einigkeit bei der konsequenten Unterstützung des Volksbegehrens gegen das „Turbo-Abi“ und für G9 an den Gymnasien in Nordrhein-Westfalen (NRW).

„Eltern, Schüler, Lehrer und außerschulische Lehrkräfte waren in der NRW-Umfrage für die Landeselternschaft eindeutig und deutlich ebenfalls gegen das Turbo-Abi“, stellte Stadtratsmitglied Tomaschewski fest. Bis zum 7. Juli 2017 kann sich jeder Wahlberechtigte im Rathaus seiner Kommune nach Vorlage des Personalausweises in die Unterschriftsliste eintragen (alle Anforderungen und Formalien siehe unser Bericht).

„Unterschriftenlisten und Blätter für körperlich Beinträchtige können auch bei der Elterninitiative heruntergeladen werden“, so Karl-Heinz Detert, Kreistagsabgeordneter der Piratenpartei Minden-Lübbecke aus Hille.

Quelle: Pressemeldungen Frank Tomaschewski, Kreispressesprecher Piratenpartei


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