Piratenpartei unterstützt „G9 jetzt!“

Piratenpartei Minden-Lübbecke unterstützt Volksbegehren einer Elterninitiative in NRW - Gymnasiasten sollen die Wahl haben, ob sie nach 8 oder 9 Jahren ihr Abitur machen

Mitglieder der Piratenpartei im Mühlenkreis freuen sich über ihren „indirekten“ Erfolg zum Thema G9: (v. li.) Karl-Heinz Detert (Kreistag Minden-Lübbecke), Monika Pieper (Landtagsabgeordnete), Siegbert Molitor (Landtagskandidat) und Frank Tomaschewski (Stadtrat Minden)

Nach 39 Jahren gibt es erstmals wieder ein Volksbegehren in Nordrhein-Westfalen (NRW), freuen sich die Parteimitglieder der Piratenpartei Minden-Lübbecke und unterstützen die Elterninitiative „G9 jetzt!“.

Nachdem der NRW-Landtag die Volksinitiative zum selben Thema gegen die Stimmen der Piratenfraktion ablehnte, sammelte die „Elterninitiative für Kinderrechte G9 jetzt NRW“ unter dem Motto „G9 jetzt!“ erfolgreich 3000 Stimmen für ein Volksbegehren. Demnach sollen Gymnasiasten die Wahl haben, ob sie nach 8 (G8) oder 9 Jahren (G9) ihr Abitur machen.

„Wir Piraten haben das aktiv mit unseren Aktionen ‚G9 für NRW‘ unterstützt und Unterschriften mitgesammelt. Wir stehen als einzige Partei von Anfang an ehrlich und ernsthaft hinter dieser Forderung“, so Frank Tomaschewski, Ratsmitglied im Mindener Stadtrat für die Piratenpartei.

Schon im April 2016 setzte sich die Piratenpartei aus dem Mühlenkreis für G9 ein (siehe ON-Bericht). Im November wurde sodann von den „Piraten“ aus dem Mühlenkreis im Kulturzentrum BÜZ in Minden eine Informationsveranstaltung mit der Landtagsabgeordneten Monika Pieper für Eltern, Schüler und Lehrer durchgeführt.

„Jetzt muss es endlich gelingen, dass die Schülerinnen und Schüler wieder mehr Zeit zum Lernen, aber auch für Familie, Freunde oder den Verein bekommen. Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume“, betont Pieper, zugleich bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion im Landtag NRW.

„Wir haben bei einer Vielzahl unserer Informationsveranstaltungen zum Thema G9 quer durch Nordrhein-Westfalen riesigen Zuspruch erfahren. Die Menschen in NRW wollen sich beteiligen und sind über die Abwehrreflexe der rot-grünen Regierung regelrecht erbost“, ergänzt Manfred Schramm, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei NRW. „Neben der inhaltlichen Übereinstimmung freut uns besonders, dass die Initiative ‚G9 jetzt!‘ es geschafft hat, die in NRW viel zu hohe Hürde für ein Volksbegehren zu überwinden und so echte Bürgerbeteiligung zu ermöglichen.“

Das Volksbegehren an sich läuft folgendermaßen ab:

Nachdem bereits 3000 Unterschriften für den Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens gesammelt wurden, dürfen seit dem 5. Januar 2017 innerhalb eines Jahres in allen 396 Städten, Kommunen und Gemeinden Nordrhein-Westfalens Unterschriften zum Anliegen „G9 jetzt!“ gesammelt werden.

Die Unterschriftenlisten sind nach einmaliger Registrierung bei der Elterninitiative erhältlich. Die Listen werden dann bis 7. Juni 2017 während der Öffnungszeiten der jeweiligen (Wahl-) Ämter ausliegen. Zusätzlich wird es Abstimmungsmöglichkeiten an vier Sonntagen geben.

Das bedeutet: Sobald die Unterschriftslisten den Wahlämtern in NRW vorliegen, müssen diese für jeden wahlberechtigten Bürger (Deutsche, die in NRW ihren Hauptwohnsitz haben und mindestens 18 Jahre alt sind) zugänglich gemacht werden, damit man die Gelegenheit erhält, seine Unterschrift abzugeben.

Weitere Informationen zum Thema findet man auf den Webseiten:

Quelle Text und Foto: Frank Tomaschewski, Piratenpartei Minden-Lübbecke, OctoberNews


Für ON zahl ich freiwilligSie meinen, dieser Bericht ist Ihnen was wert? Dann zeigen Sie doch Herz und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit durch einen Für ON zahl’ ich freiwillig-Beitrag. Herzlichen Dank!
Diesen Bericht empfehlen/teilen:
Dieser Bericht wurde 793 mal gelesen. Vielen Dank! Und hier finden Sie weitere:

1 Kommentar zu “Piratenpartei unterstützt „G9 jetzt!“

  1. polaroid
    12.01.2017 at 22:53

    Sehr gut!
    Unsere Bildungssystem sollte dazu dienen Kinder und Jugendlich wirklich zu bilden und dafür braucht es nun mal Zeit. Stress, Schulstunden am späten Nachmittag und immer höherer Leistungsdruck sind da nur kontraproduktiv.
    Mit G8 macht es jedoch den Eindruck, dass Schulen vor allem dafür dienen würden möglichst schnell, möglichst viele Menschen mit Abitur dem Arbeitsmarkt zuzuführen. Da bleibt kein Platz mehr für freie Entfaltung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.