Pfarrerin will Thomas-Kirche aus Dornröschenschlaf wecken

Zukunftswerkstatt am 1. April 2017 in der Sankt-Thomas-Kirche in Minden soll Ideen von Anwohnern aufgreifen und gemeinsam die Gemeinde Rodenbeck bewegen

Pfarrerin Catharina Bluhm bringt frischen Wind in die Mindener Gemeinde Rodenbeck und sucht Menschen mit kreativen Ideen, die mitmachen – Fotos: onm

„Die Kirche steht schließlich mitten im Dorf“, sagt Catharina Bluhm. Die neue Mindener Pfarrerin will die Sankt-Thomas-Kirche im Stadtteil Rodenbeck aus Ihrem „Dornröschenschlaf“ wecken und lädt am Samstag, 1. April 2017, von 10 bis 16 Uhr zu einer Zukunftswerkstatt ins Gemeindehaus ein.

Was für eine Kirche braucht Rodenbeck? Wie kann Sankt Thomas in Zukunft Kirche für Rodenbeck, die Gartenstadt und drumherum sein? Wie können wir mit anderen zusammen Gutes für die Menschen im Stadtteil bewegen? Diese und andere Fragen stehen im Zentrum der Zukunftswerkstatt von Pfarrerin Catharina Bluhm, zu der sie Menschen aus der Gemeinde, dem Stadtteil und anderen Einrichtungen, wie zum Beispiel Schulen, am 1. April ins Gemeindehaus am Schwabenring 63 einlädt.

Moderiert von zwei Gemeindeberatern können die Teilnehmer Ideen zur lebendigen Gestaltung der Gemeinde Rodenbeck einbringen und aussprechen, was sie „schon immer mal sagen“ wollten. Mitglieder des Jugendhauses Westside, des Schützenvereins Minden-West und Ortsvorsteher Bernd Müller haben bereits angekündigt, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Der Glockenturm der Thomas-Kirche ist nicht zu übersehen in Minden-Rodenbeck – so lädt er doch nicht nur zum Bücher-Schmöken ein, sondern auch alle Menschen, die sich für die Zukunft Rodenbecks interessieren

Mit genügend Pausen sowie leckerem Essen und Trinken wird dies sicher ein interessanter Tag, erklärt Bluhm. Kurzentschlossene können sich gerne noch telefonisch unter 0571 / 56833 im Gemeindebüro bei Sekretärin Petra Meier (Sprechzeiten: Di, Mi: 9-11 Uhr, Do: 16-18 Uhr) anmelden.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Sankt Simeonis mit ihrer Thomas-Kirche arbeitet seit 2004 unabhängig von der Offenen Kirche Sankt Simeonis. Rund 2100 Kirchenmitglieder hat die „fast 50-Jährige“, die mit der fünften Null kein Problem habe, seit Ende 2015 zu betreuen: von der Taufe über Einsegnungen, Hochzeiten bis hin zu Pflege- und Todesfällen. Daneben joggt sie viel und fährt Fahrrad, um sich fit zu halten.

Ehemals von Pfarrer Mäuer geleitet, der mit seinem Einsatz und dank Spendengelder zuletzt für die Sanierung des rund 30 Meter hohen Glockenturms sorgte (siehe Bericht), möchte Bluhm das Amt ihres Vorgängers würdevoll fortsetzen mit „frischem Wind“, erläuterte sie am 22. März 2017 in einem Gespräch mit unserer Redaktion. So wurde unter anderem der Gemeindebrief und der Schaukasten an der Turm-Bibliothek frischer und moderner gestaltet.

Als Nächstes wünscht sich Bluhm einen neuen Anstrich der Kircheninnenräume sowie ein Aufleben der zahlreich zur Verfügung stehenden Gemeinschaftsräume – doch nicht von heute auf morgen, sondern nach und nach, wie es die Gemeinschaft und der Kassenbeutel gerade hergeben.

Die aktuelle Ausgabe des Gemeindebriefs, die uns bereits vorliegt, wird dieses Wochenende in Rodenbeck verteilt und verspricht zahlreiche Aktionen, Feste und interessante Gottesdienste – gerade zu den bevorstehenden Osterfeiertagen. Dem neuen Fototreff, dem auch unsere Redakteurin beiwohnt, ist sogar eine ganze Seite gewidmet.

Doch mehr wollen wir nicht verraten, nur den Tipp, dass die Rodenbecker am Wochenende mal in den Briefkasten schauen sollten und sich auf großartige Veranstaltungen für Jung, Mittel und Alt freuen können. Denn Pfarrerin Bluhm legt sich wirklich ins Zeug, um den Stadtteil – und natürlich ihre Kirche – lebens- und liebenswerter zu machen und gemeinsam neue Wege zu beschreiten.


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