Neueröffnung Domschatzkammer Minden

Der Umbau ist vollbracht: Am 25. März 2017 öffnet die Domschatzkammer in der Stadt Minden wieder für Besucher und präsentiert sich im neuen Gewand

Die neu gestaltete Domschatzkammer Minden öffnet am 25. März 2017 am Kleinen Domhof wieder seine Türen und freut sich auf zahlreiche Besucher – Foto: Alexander Lehn

Etwas über ein Jahr hat es gedauert, nun ist es fast vollbracht. Die Domschatzkammer Minden öffnet am 25. März 2017 ab 10 Uhr wieder ihre Türen für Besucher – in einem völlig neuen Gewand.

„Ab dem 25. März geht es in Minden auf eine mittelalterliche Schatzsuche der besonderen Art. Nur wenige Meter vom mächtigen Mindener Dom entfernt erwartet die Besucher mitten in der Stadt der neue Domschatz Minden“, verkündet Hans-Jürgen Amtage, Vorsitzender des Dombau-Vereins Minden.

Von den Mindenern wegen seines auffallenden Äußeren (siehe aktuelle Fotos unserer Redaktion) bereits liebevoll „Schatztruhe“ genannt, erwarte Interessierte eine Sammlung, die zu den Spitzenwerken christlicher Kunst in Deutschland zähle – darunter das berühmte Mindener Kreuz, für das Kunstbegeisterte aus aller Welt anreisen würden, um diese besondere Christusdarstellung aus dem frühen 12. Jahrhundert zu betrachten.

Auf drei Ebenen, die barrierefrei erreichbar seien, erfahren die Besucher auch, wofür die kostbaren Reliquiengefäße, Kelche, Kaselkreuze und Gewänder verwandt wurden und teils noch heute genutzt werden. Frühe Werke des mittelalterlichen Buchdrucks seien ebenso zu betrachten wie Jahrhunderte alte Kunstwerke, die die Zerstörung des Mindener Domes in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs nur wenig beschädigt überstanden haben.

Ergänzt wird die Ausstellung durch die Stiftung von Weihbischof Paul Nordhues. Zu den präsentierten Insignien gehöre der Konzilsring, den Papst Paul VI. 1965 dem Paderborner Bischof zum Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils in Rom überreicht habe.

Die mehr als acht Jahrhunderte alte Geschichte des um 800 von Karl dem Großen gegründeten Bistums Minden würde wieder lebendig, wenn Besucher diese besondere Zeitreise antreten, die vom Dombau-Verein Minden als Betreiber und mit rund 2 Millionen Euro größter Unterstützer der Domschatzkammer ermöglicht wird (Investitionsvolumen siehe vergangener Bericht).

Unterstützt wird die „Zeitreise“ durch modernste Informationstechnik im freien WLAN, die alle Erläuterungen zu den ausgestellten Exponaten der Schatzkammer auf die Smartphones der Besucher „beamen“ kann. Frei unter dem Motto: „Domschatz Minden – Christliche Kunstschätze aus elf Jahrhunderten entdecken.“

Die Domschatzkammer wird ab dem 25. März von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr dauerhaft ihre Türen für Besucher öffnen. Letzter Einlass ist immer 30 Minuten vor Schließung.

An Feiertagen wie Neujahr (01.01.), Karfreitag, Ostersonntag, Heiligabend (24.12.), Weihnachten (25. und 26.12.) und Silvester (31.12.) bleibt die Domschatzkammer geschlossen.

Die Eintrittspreise bewegen sich zwischen 3 Euro (ermäßigt) und 60 Euro (Gruppenführung). Alle Ticketpreise und weitere Besucherinformationen findet man auf der neuen Website Domschatz Minden.

Museumsort:
Domschatzkammer Minden
Kleiner Domhof 24, 32423 Minden (Google Maps)
(schräg gegenüber dem Haupteingang des Mindener Doms)

Alles rund um die Arbeit des Dombau-Vereins Minden findet man auf der Homepage dombauverein-minden.de.


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