„Gut Denkmal“ – Gelände mit Arsen verseucht

Negative Bodenuntersuchung auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in Minden, das als Notunterkunft für Flüchtlinge geplant ist, stoppt vorerst Umbauarbeiten

Notunterkunft

Umbauarbeiten an der neuen Notunterkunft auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände „Gut Denkmal“ in Minden-Bärenkämpen verzögern sich voraussichtlich wegen Arsen-Belastung im Boden

Der für Mitte Januar geplante Termin der Bürgerinformation zur neuen Notunterkunft auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände „Gut Denkmal“ muss verschoben werden, teilt die Stadt Minden heute mit. Da Teile des Geländes, auf dem die neue Notunterkunft für rund 1000 Flüchtlinge entstehen soll, mit Arsen belastet sind, müssen die Umbauarbeiten erst einmal warten.

Das zeigen Ergebnisse einer Bodenuntersuchung, die vor den Umbauarbeiten obligatorisch durchgeführt wurde. Ob dieser Befund Auswirkungen auf die Planung der Unterkunft hat, stehe noch nicht fest.

„Wir brauchen erst Klarheit darüber, was diese Belastung für die Pläne bedeutet, bevor wir bei einer Bürgerinformation Rede und Antwort stehen“, so Dr. Jochen Bode von der Bezirksregierung Detmold. „Ziel der Veranstaltung ist, mit den Bürgern über Fakten zu reden“, betont er. „Wir wollen informieren, nicht spekulieren.“

Antworten darauf, ob das Nutzungskonzept geändert werden muss, wie diese Änderungen aussehen könnten, welche technischen Maßnahmen nötig sind etc., könnten erst gegeben werden, wenn alle Ergebnisse der Analysen vorliegen, erläutert Dr. Bode. An den grundsätzlichen Plänen ändere sich jedoch voraussichtlich nichts. „Wir gehen aktuell davon aus, dass wir an dem Bau der Notunterkunft auf diesem Gelände festhalten können.“

Besichtigung Notunterkunft

Noch Mitte Dezember 2015 zeigten Vertreter der Stadt Minden bei einer Besichtigung sich zuversichtlich, was den Umbau zur Notunterkunft betrifft

Keine Gesundheitsgefahr durch Schadstoffe für Anlieger

Die Bezirksregierung Detmold hatte zur Vorbereitung des Umbaus der Liegenschaft „Gut Denkmal“ zur Notunterkunft obligatorische Gutachten zur Untersuchung auf Altlasten und Schadstoffe in Boden und Gebäuden in Auftrag gegeben.

Erste Ergebnisse der Bodenanalyse zeigen, dass Teile der Fläche mit Arsen belastet sind. Diese Belastung mache weitere Untersuchungen notwendig, um mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Asylsuchenden ausschließen zu können. Von diesen Flächen gehe derzeit keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung aus, so die Bezirksregierung.

Die Bürgerinformation, die für Mitte Januar geplant war, wird erst nach der abschließenden Bewertung stattfinden können. Vertreter des Gutachterbüros werden bei der Veranstaltung dabei sein. „Sobald alle Fakten auf dem Tisch liegen und wir einen Termin anbieten können, werden wir die Bürgerinnen und Bürger in Minden sofort informieren“, erklärt Dr. Bode abschließend.

Quelle Text und Fotos: Pressemeldungen der Stadt Minden


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