Bienenseuche im Kreis Lippe / Oerlinghausen ausgebrochen

Amerikanische Faulbrut für Bienen hoch ansteckend - das betroffene Bienenvolk wurde bereits getötet - Bienenstände innerhalb Sperrbezirk gesperrt

Keine gute Zeit für Bienen: in Oerlinghausen ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen, eine für Bienen hoch ansteckende Krankheit – Archivfoto: onm

Nachdem die Amerikanische Faulbrut zuletzt im Juli 2016 in Detmold ausgebrochen war, ist sie nun erneut in Oerlinghausen in einem Bienenstand festgestellt worden, meldet der Kreis Lippe. Das betroffene Bienenvolk ist auf die Anordnung des Amtstierarztes hin bereits getötet worden. Dennoch sollten Imker und sonstige Bienenzüchter Vorsicht walten lassen, erkrankte Bienen melden und die Sperrbezirke beachten.

Die Amerikanische Faulbrut der Bienen ist eine durch das Bakterium Paenibacillus larvae ausgelöste Bienenkrankheit, die für Bienen hochansteckend ist und die Bienenbrut befällt. Bei einem Ausbruch dieser Krankheit ist die Festlegung eines Sperrbezirks mit einem Radius von mindestens einem Kilometer rund um den befallenen Bienenstock vorgeschrieben.

Nähere Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Kreises Lippe und auch im aktuellen Kreisblatt, in dem die Allgemeinverfügung zur Festlegung des Sperrbezirkes abgedruckt ist. Bienenstände innerhalb dieses Gebietes gelten als gesperrt, sprich: Bienenstände innerhalb der Sperrbezirke dürfen nicht von ihrem Standort entfernt werden und es dürfen auch keine Bienen oder Bienenvölker in den Sperrbezirk verbracht werden.

Sperrbezirk Oerlinghausen im Kreis Lippe wegen Ausbruch Bienenseuche – Karte: Kreis Lippe

Die Ämter für Veterinärangelegenheiten und Verbraucherschutz werden die in diesem Gebiet zugeordneten bekannten Imker über die Sperren und die damit verbundenen Pflichten gesondert informieren. Deren Bienenvölker werden schon bald von Bienensachverständigen oder dem Amtstierarzt aufgesucht und untersucht.

Die Untersuchung der Bienenvölker vor Ort besteht aus einer Kontrolle auf klinische Anzeichen der Seuche und der Entnahme von sogenannten Futterkranzproben, die im Labor des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Ostwestfalen-Lippe (OWL) auf den Erreger der Amerikanischen Faulbrut mikrobiologisch untersucht werden. Für diese Untersuchung entstehen den Imkern keine Kosten.

Soweit nicht bereits geschehen hat jeder Imker, der Bienenvölker hält, dies unter Angaben des genauen Standortes und der Völkerzahl beim Veterinäramt anzugeben (Telefon: 05231/62-2171 oder 05231/62-221, per Fax an 05231/62-224 oder per E-Mail an vetlmue@kreis-lippe.de).

Wichtiger Hinweis des Kreises Lippe:
Die im Juli 2016 gebildeten Faulbrut-Sperrbezirke in Detmold konnten leider noch nicht aufgehoben werden und gelten somit weiterhin.

Textquelle: Pressestelle Kreis Lippe


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