Amtage neuer Vorsitzender des Dombau-Vereins Minden

Dombau-Verein Minden wählt Hans-Jürgen Amtage zum neuen Vorstandsvorsitzenden

Vorstand Dombauverein Minden

Der Dombau-Verein Minden präsentiert sich mit einem veränderten Vorstand: Zum neuen Vorsitzenden wurde Hans-Jürgen Amtage (re.) gewählt, neuer Geschäftsführer ist Dietrich Seele, 2. Vorsitzender Gerd Stenz und Schatzmeister Hans-Jürgen Trakies (v. li.) – Foto: DVM

Der Dombau-Verein Minden (DVM) präsentiert sich mit einem neuen Vorstand: Hans-Jürgen Amtage, bislang Geschäftsführer des gemeinnützigen Fördervereins, wurde zum Vorsitzenden gewählt. Dietrich Seele übernimmt das Amt des Geschäftsführers.

Notwendig wurden die außerplanmäßigen Neuwahlen, nachdem der bisherige Vorsitzende Arnold Weigelt im September des vergangenen Jahres nach kurzer schwerer Krankheit verstorben war. Zum Auftakt der Mitgliederversammlung im Haus am Dom würdigte der stellvertretende DVM-Vorsitzende Gerd Stenz, der bei den Wahlen im Amt bestätigt wurde, das jahrzehntelange große Engagement Arnold Weigelts für den Dombau-Verein und die Dom-Gemeinde. Der neue Vorsitzende Hans-Jürgen Amtage betonte, dass der Vorstand des Fördervereins seine Arbeit im Sinne Weigelts fortsetzen werden.

Im Amt bestätigt wurde bei den Wahlen auch Schatzmeister Hans-Jürgen Trakies. Neu in das Vorstandsteam gewählt wurde Dietrich Seele, der die Nachfolge von Amtage als Geschäftsführer des Dombau-Vereins antritt. Alle Wahlen, die von Franz Pieper geleitet wurden, erfolgten einstimmig bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder.

In seinem Geschäftsbericht verwies Gerd Stenz auf die umfangreichen Beratungen mit dem bauverantwortlichen Kirchenvorstand zur Neuplanung der Domschatzkammer, in die sich der DVM-Vorstand eingebracht habe. Mit knapp 2,2 Millionen Euro beteiligt sich der Dombau-Verein an den Gesamtkosten von 2,5 Millionen Euro, die für die Neugestaltung der Schatzkammer veranschlagt sind. Stenz betonte außerdem, dass es gelungen sei, zwei Mitarbeiterinnen zu gewinnen, um weiterhin das Besucherzentrum der Dom-Gemeinde im Haus am Dom offenhalten zu können.

In einem Ausblick auf die weiteren Tätigkeitsschwerpunkte des Vereins führte der stellvertretende Vorsitzende an, dass der DVM den Betrieb der Domschatzkammer sicherstellen werde. Außerdem würden zurzeit Gespräche mit Propst am Dom Roland Falkenhahn und dem Kirchenvorstand über die finanzielle Unterstützung unter anderem für die Restaurierung von Kunstwerken im Dom geführt.

Schatzmeister Hans-Jürgen Trakies konnte in seinem Finanzbericht auf eine gesunde Finanzsituation des Dombau-Vereins verweisen. Dieses ermögliche in den kommenden Jahren, dass der DVM seinen vielfältigen Aufgaben wie vorgesehen nachkommen könne. Trakies betonte aber auch, dass sich die allgemeine Zinsentwicklung auch für Fördervereine wie den DVM negativ auswirke.

Umso wichtiger sei es, dass das sogenannte Lotto-Prinzip erhalten bleibe, das durch Glücksspielanbieter im Internet drohe, aufgeweicht zu werden, erklärte Amtage der Versammlung. Das Lotto-Prinzip bedeutet, dass die aus dem staatlichen Lotteriemonopol erwirtschafteten Lottoumsätze mittelbar zu weiten Teilen gemeinwohlorientierte Organisationen in den Bereichen Sport, Kultur und caritative Einrichtungen mitfinanzieren.

Alleine die Gesamtabgaben des staatlichen Lotterieanbieters WestLotto summierten sich in den 60 Jahren seit Bestehen nach eigenen Angaben auf mehr als 26 Milliarden Euro. Der Dombau-Verein Minden erhält als sogenannter Destinatär vom Land – wie sechs weitere Dombauvereine in Nordrhein-Westfalen, darunter Köln und Aachen – einen Anteil der Konzessionsabgaben, die WestLotto an das Land zahlt.

Einen Überblick über die seit Mitte Januar laufenden Bauarbeiten zur Neugestaltung der Domschatzkammer am Kleinen Domhof gab der die Arbeiten betreuende Architekt Reinhard Sonntag von der Planungsgesellschaft S&P Dresden den Mitgliedern. Die Entkernungsarbeiten seien durch den kurzen Wintereinbruch nur geringfügig aus dem Zeitplan gelaufen. Sonntag rechnet damit, dass die Verzögerung aufgeholt und der Rohbau im Oktober fertiggestellt werden kann. Danach beginnt die Inneneinrichtung der Schatzkammer, die voraussichtlich im Winter eröffnet wird. Die bauausführenden Firmen kommen nahezu komplett aus dem Heimatraum.

Möglicherweise im Juni wird der Dombau-Verein aus Anlass des 70. Jahrestages seiner Gründung Baustellenführungen anbieten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen ersten Einblick in die neue Schatzkammer am Kleinen Domhof geben.

Quelle: Pressemeldung DVM


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