AfD lädt zum Vortrag „Integration – Illusion oder Wirklichkeit?“ ein

Der AfD-Kreisverband Minden-Lübbecke lädt am 8. April 2017 zum Vortrag mit anschließender Diskussion zum Containerdorf in die Kuhlenkampschule in Minden ein

Alles nur heiße Luft oder wird Integration wirklich praktiziert? Die AfD Minden-Lübbecke lädt zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein. – Foto: Burkhard Brauns

Zum Thema „Integration – Illusion oder Wirklichkeit?“ lädt die Alternative für Deutschland (AfD) Minden-Lübbecke diesen Samstag, 8. April 2017, ab 19 Uhr in den Gemeinschaftsraum der Kuhlenkampschule in Minden ein. Anschließend möchte die AfD mit den Bürgerinnen und Bürgern über das geplante Containerdorf in Minderheide diskutieren.

„Jeder weiß: Die Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Deckung des Fachkräftebedarfs und trägt somit auch zum Erhalt des Wohlstandes in unserem Land bei. Unter den Geflüchteten befinden sich viele gut ausgebildete und hoch motivierte Menschen“, zitieren die AfD-Parteimitglieder aus dem Mühlenkreis Bundestagsmitglied Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen).

Dass Behauptungen nicht wahrer werden, je öfter man sie wiederholt, sei eine alte Binsenweisheit – deshalb sei es jetzt Zeit für einen Faktencheck, so die AfD’ler. Aus diesem Grunde haben die Parteipolitiker Referentin Frigga Tiletschke eingeladen. Sie wird am 8. April einen Vortrag halten unter dem Motto „Integration – Illusion oder Wirklichkeit?“ und folgende Fragen beantworten:

  • In welchen Branchen und Berufen gibt es einen Fachkräftemangel?
  • Wie hoch ist die Zahl der bis jetzt von Industrie, Handel und Handwerk eingestellten Flüchtlingen?
  • Wie ist das Bildungs- und Ausbildungsniveau der Asylbewerber? Welche Berufsqualifikationen, welche Zeugnisse bringen sie mit?
  • Was tut der Staat für eine Nachqualifizierung durch Sprachkurse, Anerkennung von ausländischen Abschlüssen sowie Ausbildung und Qualifizierung?

Referentin Frigga Tiletschke

Tiletschke arbeite seit über zehn Jahren in der Sprachvermittlung, der Alphabetisierung und des Zweitschriftenerwerbs für Migranten aus aller Welt. Zudem sei sie Historikerin mit dem Forschungsschwerpunkt Kolonialgeschichte und habe viele Länder, aus denen heute die Flüchtlinge kommen, selbst bereist.

Auf unseren Hinweis hin, dass die Vortragende auf gespaltene Meinungen vonseiten der Zuhörer und Medien traf in der Vergangenheit, antwortete der Stellvertretende Sprecher des AfD-Kreisverbands Burkhard Brauns: „Natürlich ist die Dame bei unseren politischen Gegnern umstritten, denn sie bezieht Stellung.“

Nichtsdestotrotz wollen die AfD-Mitglieder nach dem Vortrag mit den Bürgerinnen und Bürgern der Ortsteile Kuhlenkamp, Bärenkämpen und Rodenbeck über das im Stadtteil Minderheide geplante und umstrittene „Containerdorf“ für Flüchtlinge sprechen und laden zu einer Diskussion mit ihrem Sprecher Markus Wagner, dem Landtagskandidaten Thomas Röckemann sowie Mitgliedern der Stadtratsfraktion der AfD Minden ein.

Dahin gehend möchten sie Anregungen für die Ratsarbeit aus der Bevölkerung mitnehmen. „Vielleicht – wenn genügend Menschen kommen – tun wir auch, was von Rechtsanwalt Gudat in der Info-Veranstaltung der Stadt erfolglos gefordert wurde: Darüber abstimmen, ob die Anwohner überhaupt mit dem Containerdorf einverstanden sind. Es gibt dazu ja schon Vorschläge. Info: Wir haben mit der WOHNHAUS Minden, Herrn Pankratz, Kontakt aufgenommen, um die Gründe der Nichtvermietung weiterer Wohnungen an die Stadt zu erfragen“, erklärt Brauns.

Im Übrigen wird die AfD Minden-Lübbecke auch ihre Landtagskandidaten, die auch beide Kreistagsabgeordnete sind, präsentieren.

Der Minderheider Ortsvorsteher Hans-Jürgen Wolff (SPD) wisse über die politische Veranstaltung Bescheid, die die AfD im Rahmen der Landtagswahlen und gemäß Versammlungsrecht durchführe, und die Polizei ebenfalls. Zudem habe man mit friedlichen Protesten kein Problem. Für alle anderen Protestformen (wie beispielsweise Graffitis der Antifa) sei die Verwaltung bzw. Polizei zuständig, ergänzte Brauns.

Veranstaltungsort:
Gemeinschaftsraum der Kuhlenkampschule
Am Schäferfeld 20 A, 32425 Minden-Minderheide (Google Maps)

Quelle: Burkhard Brauns, Stellvertretender Sprecher der AfD Kreisverband Minden-Lübbecke, im Auftrag von Kreissprecher Markus Wagner


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2 Kommentare zu “AfD lädt zum Vortrag „Integration – Illusion oder Wirklichkeit?“ ein

  1. Joachim Datko
    07.04.2017 at 10:44

    Die AfD hat recht, wenn sie auf die Probleme der Massen-Einwanderung hinweist.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph

    • Frank Tomaschewski
      07.04.2017 at 14:38

      Joachim Datko: Nein. Die AfD schürt nur Ängste und hetzt mit ihren Thesen. Sachlich und seriös geht anders. Statt sich um Integration zu bemühen, Hilfe anzubieten und Gemeinschaft zu fördern, werden von den Vertretern dieser Gruppierung nur Vorurteile verbreitet, fremdenfeindliche Äusserungen getätigt. Die Probleme der Integration sind hinlänglich bekannt und erkannt. Die Lösung der Probleme ist nicht, darauf hinzuweisen, sondern aktiv an Lösungen zu arbeiten. Dieses wird in Minden in den zuständigen Gremien der Stadt von der AfD jedenfalls nicht gemacht. Frank Tomaschewski, Mitglied des Kreisvorstandes der PIRATEN Minden-Lübbecke,
      Mitglied des Stadtrates in Minden

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